#DBW2018: Meine persönliche Diabetes-Inspiration

#DBW2018, der letzte Tag. Das Thema lautet

„Meine persönliche Diabetes-Inspiration“

diabetes-blog-woche

 

Wo kann ich Diabetes-Inspiration finden?

Online und offline gibt es für mich ganz viele verschiedene Menschen und Projekte, die mich inspirieren. Hast du in dieser Woche vielleicht ganz neue Inspiration entdeckt? Durch Menschen, Projekte oder ein Lied?

Meine online-Inspiration

Mich inspiriert immer wieder die Diabetescommunity. Gerade bei den Treffen im offline-Leben kommt soviel Input zustande, dass mir oft tagelang der Kopf schwirrt.

Meine offline-Inspiration(en)

Meine Diabetespraxis

Eine Person, die mich nur offline inspiriert, ist meine Diabetesärztin. Deren Praxis ist für mich so passend, dass ich mittlerweile 800km weit dorthin fahre. Ich werde ohne Vorstellen erkannt, freundlich vom gesamten Personal begrüßt. Mit meiner Ärztin bespreche ich jedes Mal meine Werte, berichte von meinen letzten Anpassungen und nehme mit ihr gemeinsam Änderungen vor. Am Anfang steht aber immer (!) die Frage, wie es mir gerade geht. Das erlebe ich als sehr hilfreich, denn mein Diabetes ist auch immer von meinen Lebensumständen abhängig. Jedes Mal danach verlasse ich beschwingt die Praxis – mit der Motivation für neue Artikel, neue Projekte und auch für mein eigenes Diabetesmanagement. Nicht umsonst hat meine Ärztin Preise für herausragendes Engagement erhalten. Ihr merkt: Ich bin begeistert.

 

Mein Jakobsweg

Der Weg ist das Ziel. Schon mehrfach habe ich euch von meinen Pilgerreisen erzählt, mich ruft der Weg seit 2015 regelmäßig. Auch in Deutschland treffe ich (ungeplant) häufig auf einen Teil des Weges. Der Jakobsweg beginnt immer vor der eigenen Haustür.

Wegweiser

Wie kann eine Pilgererfahrung Inspiration für den Diabetes sein?

Diabetes beginnt vor der eigenen Haustür. Ich kann nicht den Weg eines anderen gehen. Ich kann mich inspirieren lassen. Mein eigenes Tempo muss, will und kann ich trotzdem entwickeln. Bei meiner Diabetestherapie ist auch der Weg das Ziel. Das galt sogar schon bei meiner CT 1994. Ausprobieren, evaluieren, anpassen.

Diabetes-Inspiration: In der Ruhe liegt die Kraft

Der Jakobsweg als Fernwanderweg und Pilgerstrecke als auch der Diabetes sind Ausdauerdinge. Mit dauerhafter Anspannung und Stress kann ich das nicht schaffen. Ich muss mir die Ruhe nehmen, um meinen Weg zu gehen.

Messen geht überall.

Diabetes-Inspiration: Buen camino

Buen camino – einen guten Weg dir! Ich kann sowohl Mitpilgern als auch anderen Menschen mit Diabetes einen guten Weg wünschen. Sie unterstützen, ihren Weg zu finden. Mehr aber auch nicht. Gehen müssen wir selbst. Das ist auch gut so. 😊

Mach den ersten Schritt!

Inspiriert dich auch die Natur? Deine Praxis? Die Community? Ich bin gespannt, von dir zu lesen und noch mehr Inspiration zu finden. 😊

Zeit, auf Wiedersehen zu sagen

Es ist der letzte Tag der Diabetesblogwoche, #DBW2018. Ich hoffe, wir lesen uns und sehen uns, um uns gegenseitig zu inspirieren.

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Aufreger der Woche: Druck, Druck, Druck

In diesem Aufreger der Woche geht es um Druck, negative Auswirkungen von Stress und ein Lösungsansatz.

Hallo in die Runde,

Ich bin ziemlich k.o. Schon lange ging es mir nicht mehr so schlecht wie in der letzten Zeit. Ein Berufseinstieg ist härter als gedacht, wenn sämtliche anderen Faktoren auch neu, anders oder negativ sind. Die letzten Wochen waren wirklich anstrengend muss ich sagen. Ich habe mir von verschiedenen Personen sagen lassen, dass DIE PRÜFUNG JA SCHNELLER KOMMT ALS WIR DENKEN und DAS WIR VIEL LERNEN SOLLEN und BITTE SCHALTET ABER AUCH MAL AB, ABER ERST NACHDEM IHR DAS NOCHMAL UND NOCHMAL GELESEN HABT. Ok, danke. 1.000 Eindrücke, die auf mich einstürmen und das ist bei einem Berufseinstieg oder -wechsel auch normal, so denke ich zumindest.

Don’t you worry about a thing?!

Was ich nur schwierig finde, ist nicht der Wechsel und die neuen Eindrücke. Es ist nicht, das ich umgezogen bin und mich neu orientiere. Es ist nicht der Diabetes. Es ist eine teils schwierige private Situation, mit der ich umgehen lernen muss und zusätzlich zu allem der Druck, der von allen Seiten kommt und bewusst eingesetzt wird UND ich mir selbst auch mache. So saß ich die letzten Wochen auch am Wochenende zehn Stunden täglich am Schreibtisch, habe mein sämtliches sportliches Pensum heruntergeschraubt und ein sonstiges Privatleben fand auch nicht mehr statt.

…cause every little thing is gonna be alright 🙂

Anfang letzte Woche war bei mir ein Punkt erreicht, an dem es so nicht mehr weiter ging. Nach verschiedenen Telefonaten und einigen Putzsessions hatte ich ein Lösungsmodell bereit: Ich strenge mich weiterhin an, mein Bestes zu geben. Dabei darf ich mich aber auch nicht vergessen. Ich habe direkt begonnen, wieder Sport zu machen, habe Ilka besucht und war mehrfach am Strand. Siehe da: Trotzdem habe ich genauso produktiv gearbeitet wie davor, bin weniger ausgebrannt und schlafe besser.

Ich hoffe, diese Phase bleibt. Das bedeutet natürlich trotzdem, dass es anstrengend ist und mir einiges abverlangt, aber hey, das bereitet mir letztlich ja auch Freude. 🙂 Mein Lösungsansatz ist nicht überall auf Begeisterung gestoßen, da die Sorge groß war, ich könnte eventuell weniger Leistung zeigen. LEISTUNG LEISTUNG LEISTUNG DRUCK DRUCK DRUCK.

Da habe ich mich an einen Spruch erinnert, den ich vor Jahren auf einer Hauptversammlung des Verband der Sonderpädagogen zum Thema gehört habe:

„Nur, wer für eine Sache brennt, kann auch ausbrennen.“ (frei aus dem Gedächtnis nach Prof. Dr. Wember)

Nun bin ich Gottseidank weit, weit entfernt vom Burnout. Dennoch merke ich, dass ich auf meine Resilienzfaktoren achten muss, gerade, wenn einige von ihnen wegbrechen oder sich in ihrer Kontinuität verändern.

Vorsorge ist besser als Nachsorge, so achte ich nun also darauf, nicht auszubrennen. Dazu zählt für mich, auch abzuschalten. Das manche Personen darin eine Gefahr sehen, ich würde in Zukunft eventuell weniger Leistung bringen…das muss ich widerlegen.

Ich glaube, das ist mein wirrster Beitrag seit langem. Was ich sagen will: Druck erzeugt Gegendruck, unnötig. Sinnvoll: Putzsessions, um den Kopf frei zu kriegen. Ressourcen und Leidenschaft sinnvoll nutzen. 

..und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen. (Astrid Lindgren)

 

Aufreger der Woche: Diabetes und Zyklus

Diabetes und der Einfluss des Zyklus – ein Thema, das viele Fragen aufwirft und dennoch viel zu wenig Beachtung findet.

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Es gibt Themen, über die wird meiner Meinung nach eindeutig zu wenig kommuniziert. Diabetes und Zyklus gehört dazu. Dass eine schwankende Hormonlage Einfluss auf eine hormonbasierte Therapie (Insulin) hat, müsste eigentlich klar sein und auch offen besprochen werden. Eigentlich.

Diskussion: Schwankungen und eine Zweigstelle zwischen FA und Diadoc?

Dass dies nur eigentlich so ist, zeigte sich vor kurzem beim #diabetesbarcamp, als Tine ihre session: Bloody hell – Diabetes & Zyklus hielt. Circa zwanzig Frauen unterschiedlichen Alters saßen gemeinsam da und besprachen teils zum ersten Mal die Auswirkungen des Zyklus sowie einiger Verhütungsmethoden auf den Diabetes. Dabei fielen mir zwei Dinge auf: Zum einen, dass es wieder einmal keine Pauschalantwort gibt, um Schwankungen zu verhindern. Zum anderen, dass manche Ärzte die Auswirkungen des Zyklus auf den Diabetes und den restlichen Körper nicht ansprechen und teils ignorieren. Völlig fehlt bisher eine Zweigstelle zwischen Frauenärzt*in und Diabetesärzt*in.

wie wirkt sich der Zyklus auf die Blutzuckerkurve aus?

Mehrheitlich wurde von erhöhten Werten vor der Blutung und eher niedrigen Werten während der Blutung berichtet. Das kann ich von meiner Seite aus nur bestätigen. Doch warum ist das eigentlich so? Passenderweise hatte ich diese Woche einen Termin bei meiner Diabetesärtztin, die glücklicherweise ein offenes Ohr und viel Kompetenz besitzt. Kurze Zeit vor der Blutung sind der Östrogen- und Progesteronspiegel höher, was den Blutzucker erhöhen kann. Mit der Blutung sinken Östrogen- und Progesteronspiegel, was den Blutzucker wiederum eher niedrig und flach hält (Mehr dazu auch hier). Das Progesteron- beziehungsweise Gelbkörperhormon sorgt übrigens nicht nur während der Periode, sondern auch bei einer Schwangerschaft für weniger schwankende und eher niedrige Werte, so meine Diabetologin.

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Umgang mit Zyklusauswirkungen?

Leider ist es mitunter schwierig, mit diesen Auswirkungen umzugehen. Jeder Zyklus verläuft etwas unterschiedlich. Nicht nur mir, sondern auch anderen Frauen fällt das rechtzeitige Einordnen der Symptome schwer – hinterher ist uns allen klar, dass fast schon insulinresistente Phasen immer mit der prämenstruellen Phase einher aufgetreten sind. Um das Problem zu beheben, werde ich versuchen, drei Monate meinen Zyklus zu tracken und hinterher auf meine Blutzuckerwerte zu legen. Eventuell lassen sich daraus noch feinere Muster ableiten.

Grundsätzlich benötige ich zwar vor der Periode mehr Insulin und während der Periode weniger, wie viel mehr oder weniger ist gefühlt jedes Mal unterschiedlich. Ich hoffe, dass mir die Auswertung in drei Monaten weiterhilft. Wie sind da deine Erfahrungen?

Let’s talk!

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Abgesehen vom Barcamp habe ich mich noch nie mit anderen Diabetikerinnen ausgetauscht. Ich freue mich über Erfahrungen, Tipps, Tricks oder einfach nur Gedankenaustausch. 🙂

Zu guter Letzt zwei Wünsche : Ich wünsche mir mehr Zweigstellen, die verschiedene medizinische Aspekte zusammenbringt. Ich wünsche mir, dass wir mehr Mut haben, vermeintliche „Tabu“themen anzusprechen, um so mehr Aufklärung und Wissen erreichen können.

Herzliche Grüße, Beate

Aufreger der Woche: Mein Scheißtag

Der Wurm ist drin. So richtig. Heute ist einer der wenigen Tage im Jahr, die im Laufe immer schlechter geworden sind. Erst total gerädert und mit Kieferverspannungen aufgewacht. Toll, im Laufe der Nacht wohl geknirscht. Nase leicht zu, Stimme rau, müde, müde, müde. Dann wohl heute kein Sport, das Probetraining im Fitnessstudio cancle ich. Komme nicht in die Gänge, lese in der ZEIT über die AfD und anderen Mist. Zeit vergessen, Hektik, Stress, 1000 Kleinigkeiten erledigen dauert länger als gedacht.

Irgendwann zur Sprechstunde in der Uni, Begründung anhören für die Note des Gutachtens. Die Note war schlechter als erwartet, die Begründung dafür unterirdisch. Trotz Bemühungen des Dozenten, mir das ganze verständlich zu machen – ich verstehe es immer noch nicht. (Wir wissen alles, was die Formel „Er [hier: der Dozent] war stets bemüht“ bedeutet!) Nach dem Gespräch gehe ich das Gutachten nochmal durch, finde teilweise vom Dozent benannte Punkte, zum größtenteil nicht. Rege mich sehr sehr auf. Chatte mit zwei Freundinnen, die mich unterstützen. Wir überlegen, wie ich weiter vorgehen kann und z.B. das nächste Gutachten besser machen könnte. Eine Tafel Schokolade später: Wenigstens der Blutzucker reagiert verhältnismäßig gut, konstant bei 140 – 160mg/dl. Für mich sehr gut bei emotionalem Stress. Dafür gesellen sich jetzt Vorzeichen einer Migräne dazu, die schlechte Laune geht wohl heute auch nicht mehr weg. Telefonat mit meiner Schwester, viel mimimimi und Meckerei von mir, was auch sonst. Ich nehme eine Tablette gegen die Migräne.

 

Die Kopfschmerzen sind da, mir wird schlecht und flau im Magen. Ich muss raus. Nieselregen, kein Mensch lächelt. In die Stadt, Kalender kaufen, Bücherei. Treffe dort eine Bekannte mit ihren zwei Kindern, die mir begeistert von ihren Büchern erzählen. Die schlechte Laune bessert sich kurzzeitig, wandelt sich später in Traurigkeit und Enttäuschung. Über mich, das Gutachten, das Wetter, es findet sich überall was. Ich muss los, bekomme Salat geschenkt und eine Umarmung von einer guten Freundin. Die Kopfschmerzen werden langsam weniger.

CUT

Mimimi. Ich sitze zuhause, an diesem Artikel, der vor emotionaler Kacke nur so strotzt. Muss auch mal sein, so ein Scheißtag. Eigentlich auch viel Gutes: Telefonate und Feedback von Menschen, die mir gut tun. Reflexion über meine Arbeit, mein Studium und meinem Verständnis von Leistung. Die Note war auch gar nicht so schlecht. Zu erwarten: Ein Abend mit Poetry Slam über YouTube, Harry Potter Band 1, Tee, Rest-Bauchschmerzen, Selbstmitleid und Ruhe.

Morgen ist ein neuer Tag.

beate_putzt einen Sommer in Schweden – Diashow

Erholt und entspannt bin ich aus meinem Kanuurlaub in Schweden wieder zurück. Wer mag, kann sich ein paar Bilder anschauen. Davon, dass wir fast nur schlechtes Wetter hatten, ist auf den Bildern nichts zu sehen. Insgesamt waren wir sieben Tage unterwegs. Auch mit Diabetes ist Reisen mit wenig Gepäck und Sport möglich, wenn ihr gut geplant habt 🙂 Komplett weg von Internet, Telefon, Verkehr, Lärm und Alltag, mitten in Sonnenstrahlen, Regenstürmen, Schlamm, kaltes und nicht so kaltes Seewasser und Outdooor-Kleidung.

“May your trails be crooked, winding, lonesome, dangerous, leading to the most amazing view. May your mountains rise into and above the clouds.” – Edward Abbey

 

Resilienz, Achtsamkeit und Motivation – kritische Auseinandersetzung und praktische Tipps

Heutzutage ist die mediale Aufmerksamkeit oft auf Themen wie Achtsamkeit, Motivation, work-life-balance und Resilienz gerichtet. Doch wovon ist hier überhaupt die Rede?

Resilienz ist „die Fähigkeit zu Belastbarkeit und innerer Stärke“*, also der Blick auf die Widerstandskraft und Ressourcen von Menschen, mit unvorhergesehenen (schlimmen) Ereignissen im Leben umzugehen. Besonders resiliente Menschen werden umgangssprachlich als Stehaufmännchen bezeichnet. Mit Resilienz sind keine Charaktereigenschaften gemeint, sondern die Fähigkeit, mit Herausforderungen sinnvoll umzugehen. So versucht ein besonders resilienter Mensch, sein Ziel solange zu erreichen, wie es sinnvoll ist. Stellt es sich als nicht mehr sinnvoll heraus, formuliert er die Zielsetzung um und versucht Wege für die Erreichung des neuen Ziels zu finden.

Menschen mit einer hohen Resilienz sind nicht einfach nur motivierter als andere Menschen, genauso wenig wie Menschen mit einer (noch) nicht so hohen Resilienz nicht motiviert wären. Wo ist der Unterschied? Resiliente Menschen verfügen über einige Schutzfaktoren wie ein sicheres Bindungsverhalten, eine durchschnittliche Intelligenz, eine positive Ausstrahlung auf das soziale Umfeld sowie Unterstützung durch die Gesellschaft. Des weiteren verfügen sie über ein funktionierendes Konzept der Handlungs- und Selbstkontrolle.

Die Handlungskontrolle besteht im Wesentlichen darin, durch Reflexion und Einbeziehen der Umwelt eine Handlung durchzuführen.

Die Selbstkontrolle besteht aus vier Aspekten: der normativ-empathische Aspekt (z.B. die Bereitschaft zur Übernahme sozialer Verantwortung & Verpflichtungen), Aspekt der emotionalen Kontrolle (z.B. Ausgeglichenheit gegenüber äußeren belastenden Bedingungen und Widerständen), Aspekt der Bewusstheit (z.B. Nachdenken über eigene Handlungen) und der Aspekt der Selbstwirksamkeit und Selbstautonomie (z.B. die aktive Einflussnahme auf die Gestaltung der Welt).

Doch wie können wir Selbstkontrolle ausüben, wie können wir unser Leben achtsam gestalten und auf uns achten? Immer in dem Bewusstsein, dass wir als Einzelperson einen Einfluss auf die Welt nehmen können?

Das Verhältnis aus Psychohygiene und Soziohygiene sollte ausgeglichen sein. Also ein gleichmäßiges Verhältnis aus dem Wunsch, für sich selbst Sorge zu tragen und den Kontakt zu anderen Menschen, zur Gemeinschaft, zu haben. Worthülsen wie work-life-balance und Motivation bringen uns nicht weiter. In meinem Studium habe ich mich mit der Themenzentrierten Interaktion (TZI) nach Ruth Cohen beschäftigt. Eine Didaktik, die für Personen mit Verhaltensstörungen entwickelt wurde.

Die Themenzentrierte Interaktion geht davon aaus, dass ES (Sache), GLOBE (Umwelt), WIR (Gruppe) und ICH (Individuum) in Interaktion stehen, uns gegenseitig beeinflussen. Das einzige, was ich als Individuum direkt beeinflussen und verändern kann, bin ich selbst. Aus dieser Überlegung heraus formulierte Ruth Cohen Lehrsätze und Regeln. So sei der Mensch „Teil des Universums […] Autonomie (Eigenständigkeit) wächst mit dem Bewußtsein der Interdependenz (Allverbundenheit)“. Jedem Menschen sollte mit Respekt begegnet werden.

Ihre drei Regeln:

  • Sei dein eigener Chairman! (Chairman = Fürsorger, Coach)
  • Störungen haben Vorrang! (Beachte die Hindernisse auf deinem Weg, die eigenen und die der anderen)
  • Verantworte dein Tun und dein Lassen – persönlich und gesellschaftlich!*2

Ruth Cohen bringt somit Achtsamkeit auf den Punkt: Verantwortung übernehmen für sich und sein Handeln – die oben beschriebene Selbstkontrolle.

Wer sich wissenschaftlich mit diesen Themen auseinandersetzt, kommt meiner Meinung nach weiter als mit Tipps aus Frauenzeitschriften. Natürlich sind Anregungen wie „Atme 5 Minuten bewuss ein und aus“ auch nicht schlecht, aber nicht nur das ist Achtsamkeit. Jeder Mensch muss seinen eigenen Weg gehen und herausfinden, wie sein Weg gehen soll.

Mit Hilfe der oben beschriebenen Selbstkontrolle, (z.B. über die Anregungen aus der Themenzentrierten Interaktion) und stabilen emotionalen Bindungen kann die Resilienzfähigkeit steigen. Auch im Alter lässt sich die Fähigkeit zur Resilienz noch lernen oder verbessern.

(Dieser Artikel hat natürlich keinen wissenschaftlichen Anspruch, ich habe ihn mit Hilfe meiner Lernunterlagen aus dem letzten Semester erstellt.)

 

*http://lexikon.stangl.eu/593/resilienz/ (letzter Zugriff 14.06.2016)
*2: Cohn 1994, zit. in: Reiser 2006,57

Eigen- und Fremdwahrnehmung bei (schweren) Unterzuckerungen

Eine Sache, auf die ich gerne verzichten würde, sind Unterzuckerungen. Sie sind fies, kommen oft schnell, aus heiterem Himmel und lassen mich teilweise handlungsunfähig werden.  Dieser Beitrag befasst sich hauptsächlich mit meinen Erlebnissen bei schweren Unterzuckerungen, die ich sehr selten habe. Eine Unterzuckerung ist, wenn der Körper zu viel Insulin im Verhältnis zu zu wenig Zucker hat. Auslösende Faktoren können z.B. eine falsch berechnete Nahrung, Sport, unvorhergesehene Bewegung, eine zu hohe Insulindosis, einiges weitere oder verschiedene Faktoren zusammen sein.

Anzeichen einer Unterzuckerung

Nicht jeder Überschuss an Insulin führt zu schweren Unterzuckerungen – zum Glück!   Die Außenwahrnehmung kann sich dabei beträchtlich von meiner eigenen Wahrnehmung während und nach einer (schweren) Unterzuckerung unterscheiden. Anzeichen für eine Unterzuckerungen sind bei mir Unkonzentriertheit, extreme Stimmungsschwankungen, Störungen beim Laufen und Sprechen, verlangsamte Bewegungs- und Sprachabläufe, lallen, zitternde Hände, Blässe, Müdigkeit, Heißhunger und im schlimmsten Fall: Krämpfe, die denen eines Epileptikers ähneln. Es können ein oder mehrere Anzeichen auftreten.

Das Problem bei leichten wie auch bei schweren Unterzuckerungen ist, dass es für jemanden, der mich nicht so gut kennt, sehr schwer ist, diese zu erkennen. Insgesamt kann ich diese Personen an einer Hand abzählen und alle außer einer gehören zu meiner Familie. Viele fragen sich, warum ich mich so komisch verhalte; kombinieren das aber in diesem Zusammenhang nicht mit Unterzuckerungen. Das soll jetzt nicht so klingen, als hätte ich ständig Unterzuckerungen! Trotzdem kann es mal passieren, dass ich in eine leichte Hypo komme, aus der ich mir schnell und einfach selbst helfen kann, die aber mein Gegenüber zwecks meines Verhaltens etwas irritieren kann.

Ich arbeite mit Menschen, von denen einige Epilepsie haben. Teilweise seit Jahren anfallfrei. Aber: Ich weiß, was die Anzeichen für einen Anfall sind, wo die Notfallmedikation ist, wie sie zu geben ist – einfach was zu tun wäre. So sehe ich das mit dem Diabetes: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Im Falle einer Unterzuckerung: gebt dem Affen Zucker! D.h. entweder ich versorge mich selbst oder bin im Extremfall auf Fremdhilfe angewiesen. Wie gesagt, äußerst selten, kann aber passieren.

Die Notfall-Glukagon-Spritze

Ich habe meiner WG neulich die Notfall-Glukagon-Spritze erklärt: Wann könnt ihr sie geben und wie ist sie zu geben. Die Glukagon-Spritze regt die Leber zur körpereigenen Glucose-Ausschüttung an, vereinfacht ausgedrückt. Zum Glück habe ich mich hinterher mit meiner Mama unterhalten, denn mir waren einige Faktoren über mich und schwere Unterzuckerungen nicht bewusst. In meinem Leben habe ich die  Notfallspritze zweimal gebraucht – damals war ich in der Pubertät und der ganze Körper im Umbruch. Zu dieser Zeit habe ich auch meines Empfindens nach häufiger gekrampft. In meiner Wahrnehmung war ich zur Gabe der Notfallspritze auch ohnmächtig. Richtig ist: Ich habe so stark gekrampft, geschrien und geschlagen und war zum trinken nicht mehr in der Lage. Deshalb habe ich die Spritze bekommen. Für mich waren diese Krämpfe so einprägend, dass ich dachte, ich hätte einige davon gehabt. Dem ist nicht so, die könne man wohl an einer Hand abzählen.

Bitte gut sichtbar im Kühlschrank lagern!
Bitte gut sichtbar im Kühlschrank lagern!

Wie fühlt sich eine (schwere) Unterzuckerung an?

Oft können sich andere Personen nicht vorstellen, was es heißt, eine schwere Unterzuckerung zu erleben. Von außen ist die Person irgendwie ANDERS. Eventuell verbunden mit Zuckungen oder Krämpfen, eventuell mit Verhaltensänderungen. Bei leichten Unterzuckerungen fühle ich mich zu blöd für diese Welt. Bei schweren Unterzuckerungen ist das etwas komplizierter: Für mich ist alles wirr und verschwommen, ich kann keine klaren Gedanken fassen. Manchmal gelingt mir das sogar, aber mein Körper gehorcht meinen Befehlen nicht mehr. Ich bin extrem lichtempfindlich, habe Schweißausbrüche, bin emotional angreifbar,  und hinterher oft von Kopfschmerzen bis hin zu Migräne geplagt.  Als Kind habe ich oft flackernde Lichter gesehen, die stärker waren, wenn das Licht an war. D.h. wenn ich krampfe: Licht dämpfen und nicht festhalten. Die Krämpfe gehen weg, wenn wieder genug Zucker im Blut ist. Hinterher weiß ich oft gar nichts mehr und muss fragen, was ich gemacht habe.

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Keine Angst, diese schweren Unterzuckerungen sind äußerst selten (und passieren mir leider in 99% der Fälle nachts). Trotzdem können sie auftreten und es ist wichtig, dass mein näheres Umfeld weiß, wie es im Notfall zu reagieren hat. Oft geht’s auch einfach schneller, wenn mir jemand bei einer leichten Unterzuckerung hilft, die schei* Verpackung der Traubenzucker oder Saftpäckchen aufzumachen. Mit zittrigen Händen kann das etwas komplizierter sein – ich als gut konditionierte Diabetikern kann das aber ganz gut. 😛

IMG_7461Deshalb plädiere ich an alle Diabetiker: klärt euer Umfeld auf – wie verhaltet ihr euch? Was ist in Notfallsituationen zu tun? Sonst entsteht schnell Überforderung und Unsicherheit. Es ist äußerst selten, dass ich auf Fremdhilfe angewiesen bin – trotzdem ist es meiner Meinung nach besser, für den Notfall aufzuklären und auch ein Bewusstsein für Verhaltensänderungen bei leichten Unterzuckerungen zu schaffen. Gerade in Filmen wird bei Unterzuckerungen oft nach Insulin gerufen und auch ich wurde schon x-Mal gefragt: „Ah, da musst du dann spritzen?“ Genau dieses Halbwissen gilt es zu bekämpfen.

Zusammengefasst „Verhalten bei Unterzuckerungen“: Falls Unterzuckerungen auftreten, bekämpfe ich diese mit fettfreien, zuckerhaltigen Lebensmitteln wie Cola, Saft, Banane, etc. und bei körperlicher Aktivität lege ich eine Pause ein. Im Notfall weiß ich, dass mein näheres soziales Umfeld weiß, was zu tun ist. Die „Diabetes-Schulung“ frische ich bei meinen Freunden regelmäßig auf. Und so können alle Beteiligten beruhigt miteinander leben. 😉

Viele Grüße – beate_putzt mit Saftpäckchen

 

 

Wiesoweshalbwarum? – Challenge Fastenzeit?!

Fasten? Im Jahre 2016? – Wenn du mich fragst: Gerade im Jahr 2016. Die letzten Jahre ist so viel von Entschleunigung, Achtsamkeit, Selbstwirksamkeit, Langsamkeit und Entspannung gesprochen worden. Stichworte, die auch die Fastenzeit begleiten können, aber nicht müssen. Unabhängig davon, ob man religiös ist oder nicht, kann Fasten gut für Körper und Geist sein – deshalb hat jede (Ersatz-)Religion meines Wissens nach auch eine Fastenzeit oder ähnliches zu bieten.

Wiesoweshalbwarum? Wer nicht fragt bleibt dumm!

Fasten kann je nach Kultur, Wertesystem und Tradition eine andere Bedeutung besitzen. Im Islam gibt es den Ramadan, im Christentum die Fastenzeit und in der nicht-religiösen „Welt“ der Ernährung gibt es auch viele Ansichten zum Thema fasten. Viele Nichtchristen nutzen ebenfalls die Fastenzeit, um wieder „zu sich zu kommen“.

Die Fastenzeit des Christentums beginnt in schon dreißig Tagen am Aschermittwoch. Sie geht vierzig Tage lang und ist eine Vorbereitung auf Ostern, die Auferstehung des Jesus Christus (Jesu Christus? Jesus Christi? Jesu Christi? Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod!).  Auch im Jahre 2016 hat die Fastenzeit für mich und viele andere Christen nichts an ihrer Aktualität verloren.

Vor der Fastenzeit ist der Fasching, die Fassenacht/Fastnacht oder der Karneval, je nach Region variierend. Fassenacht/Fastnacht bedeutet die Nacht vor dem Fastenanfang, Karneval kommt von lateinisch carne, zu deutsch Fleisch, und lateinisch vale, zu deutsch Auf Wiedersehen. So gesehen ist die Fastenzeit fürs Erste scheinbar nur durch Verzicht gekennzeichnet. Doch sie kann so viel mehr sein. Deshalb beschäftige ich mich so langsam schon jetzt mit der Fastenzeit, obwohl es noch dreißig Tage hin sind.

Altarfenster im Speyrer Dom
Altarfenster im Speyrer Dom: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Der Jahresanfang ist oft geprägt von Aufbruch, viele starten mit guten Vorsätzen und setzen diese teilweise konkret in Challenges um. Auch ich bin bei zwei Challenges dabei: der #30D-Logging-Challenge von mysugr und der eat train love Challenge.

Warum brauche ich dann noch eine Fastenzeit?!

Neben all dem religiösen Blablabla 😉 ist die Fastenzeit für mich der Frühjahrsputz der Seele. Bevor der Frühling kommt, will ich meinen (Vor-)Weihnachts-Winter-Blues und seine Folgen loswerden. Ich überlege mir jedes Jahr aufs Neue, wie ich die Fastenzeit gestalten möchte. Meistens wird sie klassisch mit dem Verzicht auf Fleisch (das ich ohnehin nur sehr selten konsumiere) und Süßigkeiten begangen. Manchmal habe ich noch Zusatzziele, wie mehr Bewegung an der frischen Luft, mehr positive Gedanken, weniger negative Gedanken über Mitmenschen, etc. So bietet mir die Fastenzeit nicht nur Verzicht, sondern auch Gewinn. Jedes Jahr aufs Neue bemerke ich durch den Verzicht und die bewusste Gestaltung meines Alltags positive Begleiterscheinungen. Ein Grund, auch dieses Jahr wieder in irgendeiner Form aktiv zu werden.

Ich weiß noch nicht, wie ich dieses Jahr die Fastenzeit gestalten möchte. Meistens gibt es von der Kirche auch für junge Menschen coole Angebote. Leider muss man oft Augen und Ohren selbst offen halten, da man sie meines Eindrucks nach sonst nicht mitbekommt. Eine coole Sache für mich war die #Fastenzeit Aktion. Unter dem #fastenzeit konnte man Bilder hochladen, die für jeden individuell mit der Fastenzeit zusammenhängen. Ziemlich faszinierend, was da alles zusammenkam! Ich hoffe, ich finde auch dieses Jahr wieder tolle Aktionen – vielleicht hast du ja einen Tipp für mich?

30 Tage noch. beate_putzt… in der Fastenzeit!

Gute Vorsätze, abnehmen, WOHLFÜHLEN – geht das mit Diabetes?

Ein neues Jahr steht vor der Tür und mit ihm viele Vorsätze. Oft geht es um Ernährung, Sport und Abnehmen: Detlef D! Soost will uns sexy machen, alle sprechen von Detox oder Entschlackung, die Fitnessstudios sind mehr als voll…Im Bekanntenkreis höre oder lese ich immer wieder „Ich will abnehmen, aber ich weiß nicht wie.“ In Diabetes-Foren steht dann oft noch der Satz: „Wie kann ich trotz Diabetes abnehmen?“ oder auch „Insulin macht dick.“

Grundsätzlich lässt sich eine Sache festhalten: wer abnehmen will, muss mehr Kalorien verbrennen, als er zu sich nimmt. Ob dies über low carb, low fat, Friss-die-Hälfte oder sonstwas passiert, ist erstmal egal. Langfristig muss jeder für sich entscheiden, welche Ernährungsweise für einen selbst am Besten ist unter Berücksichtigung der ethischen, biologischen,… Aspekte.

Vor drei Jahren sah mein Leben völlig anders aus

Vor drei Jahren war ich an einem Punkt, an dem ich mir gesagt habe: so geht’s nicht weiter. Ich war unzufrieden mit meinem Lebensstil und meinem immer höheren Gewicht. Wirklich erkannt und etwas geändert habe ich diese Tatsachen aber erst, als ich ein Bild von mir gesehen habe, das meiner Wahrnehmung von mir gar nicht entsprach und wie ich auch nicht aussehen wollte. Von meinen Eltern bin ich eigentlich (!) zu einem gesunden, aktiven Lebensstil erzogen wurden – den ich gerade zu Beginn des Studiums vernachlässigte.

Auf Frust folgte Motivation und ich begann, meinen Lebensstil schrittweise umzuwandeln.

Zunächst fing ich wieder an zu walken und meldete mich kurze Zeit später wieder in einem Fitnessstudio an, in dem ich regelmäßig trainierte. Die Ernährung habe ich erstmal wieder auf das vom Elternhaus anerzogene zurückgestellt und die ersten Kilos purzelten. Mein Diabetes war sehr schlecht einstellbar und nachdem ich mich lange geweigert hatte, wies ich mich schließlich selbst ins Krankenhaus Bad Mergentheim ein. Dort wurde ich mich nochmal auf verschiedene hingewiesen und durch den Kontakt mit anderen Diabetikern erfuhr ich erstmals vom Diabetes-Leben #dedoc im Internet – nach so langer Zeit Diabetes hatte ich mich damit noch nie auseinandergesetzt oder nur daran gedacht. Die Motivation hatte ich damals mehr als zuvor nötig, aus heutiger Perspektive würde ich mich selbst für die damalige Phase als Diabetes-Depressions-gefährdet einstufen.

In der Klinik wurde festgestellt, dass ich viel zu viel Insulin pro Tag benutzte. So hatte ich nachmittags Hypos, die ich aber nicht bemerkt habe, dadurch immerzu hungrig war und deshalb ständig aß. Bei der Entlassung war mein Insulinbedarf um 15 IE pro Tag weniger….und wie bekannt ist, kann zu viel Insulin durchaus als Masthormon bezeichnet werden.

Portionsgrößen? Was ist das?

Ich esse schon immer und auch noch immer gerne und mehr als andere. Doch damals war ich selbst für meine Verhältnisse über’m Limit unterwegs. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wieviel ich eigentlich esse, habe ich anfangs mithilfe der fbbd.info App Kalorien und Nährwerte gezählt. Insgesamt esse ich viele (mehrkettige) Kohlenhydrate – jaaa, auch abends 😉 , Gemüse und Obst. Es gibt Studien, die zeigen, dass man mit low carb zwar anfangs mehr abnimmt, der Gewichtsverlust nach einem Jahr mit low carb oder low fat etwa gleich ist. Das einzige, was bei mir mit low carb dauerhaft abnimmt, ist meine gute Laune!

Meiner Erfahrung nach sehr wichtig ist absolute Ehrlichkeit sich selbst gegenüber: was habe ich gegessen, was habe ich (nicht) gespritzt, wann habe ich mich das letzte Mal bewegt?

Langfristige Erfolge

Kurzfristig eine Diät durchziehen kann jeder. Effekt: gleich null. Ich habe mich für die langfristige Methode entschieden: Kein lowcarb, keine Kohlsuppe, kein Detlef D! Soost, Kayla Itsines oder sonstwas Programme. Stattdessen ein für mich passendes BAT-Programm: ich esse, was ich will. Viel Obst und Gemüse, viele Kohlenhydrate, relativ wenig Fett, wenig Industriezucker, so gut wie keine Konservierungsstoffe. Quasi das, was Mama schon immer gepredigt hat und heute als clean eating bekannt ist. Neben Gewicht halten oder verlieren hat diese Ernährungsweise weitere Effekte auf den Organismus, da viele ungesunde Fette dem Stoffwechsel schaden. Das Risiko für eine Erkrankung des Herzkreislaufs steigt. Durch viele Vitamine bleibt das Immunsystem stark, oft verbessert sich das Hautbild.

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Frisch vom Markt
Frisch vom Markt (Sommersaison)

Ernährung, Bewegung, Erholung

Nicht nur Ernährung ist wichtig. Bewegung im Alltag, sportliche Tätigkeit und auch Erholung ist genauso wichtig! Ich mache alleine schon Sport, um mehr essen zu können 😉 Zusätzlich ist Bewegung und Sport gut für das Bindegewebe, die Wirbelsäule (Rückenschmerzen entstehen oft durch Bewegungsmangel), den ganzen Bewegungsapparat und nicht zuletzt für den Kopf.

Für den Kopf habe ich hier folgendes Video über „Glück“ von Eckart von Hirschhausen mit den 5 Gründen für schlechte Laune (die natürlich auch mit Ernährung zusammenhängen kann – Bsp. Beate mit low carb-Ernährung).

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=5HLv1SZyPE8&w=1280&h=720]

Fazit & Ausblick

Seit meiner Entscheidung von vor drei Jahren ist einiges passiert: ich halte mehr oder weniger mein Gewicht, treibe regelmäßig Sport, bin achtsamer mir selbst gegenüber. Und: der Blutzucker ist auch besser – wenn auch leider nicht immer ;-)! Das hat weniger etwas mit meinem Entschluss, abzunehmen, zu tun, sondern eher mit meiner Veränderung. Abnehmen alleine macht nicht glücklich. Für mich geht und ging es nie darum, gesellschaftliche Konventionen oder die Hoffnungen der Modeindustrie zu erfüllen. Es geht für mich vielmehr darum, mein Leben zu genießen, mich wohlzufühlen und das mit möglichst wenig zusätzlichen gesundheitlichen Risiken neben dem Diabetes.

spread the love <3
spread the love <3

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Da ich die letzten Wochen durch eine längere Erkältung und viel Stress mich selbst ausgebremst habe, haben sowohl meine Blutzuckereinstellung als auch mein Körper etwas gelitten. Deshalb stelle ich mich mit in die Reihe der guten Vorsätze: das muss besser werden. Ich plane, bei der mysugr Challenge und der eat train love Challenge teilzunehmen. Mysugr fordert uns Diabetiker auf, unser Monster genau zu beobachten und Tagebuch zu führen. Diese Daten möchte ich gewissenhafter als im Dezember auswerten. Die eat train love Challenge hat gleich drei Themenschwerpunkte in drei Monaten: gesunde Ernährung (z.B. täglich einen green smoothie), Bewegung und Selbstliebe/Achtsamkeit. Mal sehen, wieviel ich für mich umsetzen kann.

Challenge accepted! beate_putzt

 

FREItag Adventskalender 4

Joseph von Eichendorff hat vor Jahren ein Gedicht geschrieben, das heute noch auf die wichtigen Aspekte des Weihnachtsfestes hinweisen kann: zu Ruhe kommen, still sein und staunen. In diesem Sinne wünsche ich euch ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest und allen, die beim #dedoc-Wichteln mitgemacht haben, viel Spaß beim Post lesen. Vielleicht hast du Wichtelweihnachtspost von mir bekommen? 😉

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh‘ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins weite Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!