Waldbaden: Diabetes und Sport

Diabetes, Sport und entspannendes Baden, gleichzeitig? Geht nicht? Geht doch! Waldbaden. Noch nie gehört? There you go!

Was ist Waldbaden?

Waldbaden oder das Aufhalten von mindestens 15 Minuten im Grünen senken nachweislich Stress, Herzfrequenz und den Blutdruck. Dazu zählen zum Beispiel Wälder oder Parks. Waldbaden ersetzt natürlich keine Medikamente, ist jedoch super als Prävention, auch gegen Depressionen und Burnout. Auch wenn der Aufenthalt im Freien, wie zum Beispiel am Meer, als entspannend empfunden wird – die genannten Effekte gibt es nur im Wald. (Quellen: techniker.de, quarks.de, nabu.de, ndr.de)

Ich bin ein echtes Waldkind. Kein Wunder, bin ich mitten im Pfälzer Wald aufgewachsen! Ich liebe es, mich im Wald zu bewegen oder auch „nur“ zu chillen und die Natur zu beobachten. Dass das Waldbaden heißt, habe ich erst vor ein paar Jahren gelernt. 😉 Es braucht für mich nicht viel: Etwas Zeit, gute Laufschuhe und Kleidung (noch mehr Tipps bei meindiabetesblog.com), Diabetesmanagement.

Sport und Diabetes im Wald

Diabetes und Sport ist generell eine Herausforderung – ich finde, es lohnt sich immer, diese anzugehen! Bevor ich loslege, versuche ich, möglist kein aktives Insulin mehr im Körper zu haben. Meistens klappt das nicht und ich gehe erst nach Mahlzeiten los, sprich mit aktivem Insulin. Da heißt es: Vorausschauend agieren. Ich gebe dann deutlich weniger Bolus ab und stelle den Zielwert im AndroidAPSLoop deutlich höher (140 mg/dl – 180 mg/dl anstatt 100 mg/dl, nach Bauchgefühl). Je nachdem, wie aktiv ich sein möchte und wie lange, stelle ich das Basalratenprofil niedriger.

Na, und natürlich müssen auch Zusatz-BEs mit. Ich transportiere die meistens in einer kleinen Bauchtasche oder in einem Laufrucksack. Inhalt: Schlüssel, Handy, Tempo, Saft oder Gel, Gummibärchen o.ä., Müsliriegel. Der Vorteil beim Laufrucksack ist für mich, dass er mich im Gegensatz zu anderen Taschen null stört. Er wackelt nicht, sondern sitzt stabil auf dem Rücken. Auch Rutschpartien oder bergauf-bergab-Torturen sind damit möglich.

Beate läuft einen Berg im Wald hoch. Auf ihrem Rücken ist ein Laufrucksack.

Diabetesmanagement bedeutet für mich, immer zwei Schritte weiter zu denken. Gestern war ich zum Beispiel anstatt der geplanten 6km doppelt so lange unterwegs. Dank meiner Planung hatte ich genügend Zusatz-BEs mit. Oft brauche ich keine Zusatz-BEs, aber: Man weiß ja nie! Da leb ich wirklich lieber auf der sicheren Seite.

Das schöne am Waldbaden ist: Alles kann, nichts muss. Und egal ob Bewegung oder nicht, es ist für jede und jeden geeignet. Mir macht es mit Bewegung (spazieren, walken, selten trailrunning) und Pausen am meisten Spaß.

Viel Freude und Erholung im Wald. Mit etwas Planung alles kein Problem. 😉

Die drei Affen der Inklusion

Heute ist Tag der Inklusion. Was geht mich das an?

Die drei Affen der Inklusion: (nicht) hören, sehen, sprechen

Menschen mit Behinderungen, Beeinträchtigungen, chronischen Erkrankungen, Migrationshintergrund, nicht-weißer Hautfarbe, einer nicht-heterosexuellen Orientierung, ohne deutschen Pass, mit wenig Einkommen:

  • werden nicht gesehen
  • nicht gehört
  • nicht sprechen gelassen.
Bildbeschreibung: Drei Bildabschnitte in einem Bild. Portraitaufnahme von Gesichtern. Beate hält die Augen, die Ohren oder den Mund zu.

Ich will nicht…

Ich will nicht bewundert werden, will keine Inspiration sein, will nicht Tag für Tag meine Leistung beweisen müssen, beweisen müssen, dass ich „ja fast so bin wie eine gesunde Person“.

Ich will nicht von Verlägen hören müssen, dass meine Forderungen nach inklusiver Sprache und barrierearmen Homepages ja nachvollziehbar seien („voll die gute Idee!“), aber leider nicht umsetzbar („das betrifft kaum jemanden“).

Ich will nicht lesen, dass mal wieder ein Tag über Inklusion mit z.B. Diabetes geplant ist – und kein Mensch mit Diabetes ist auf der Bühne, oder nur der/die Eine, um „den guten Willen“ zu zeigen.

Ich will nicht hören, dass meine Schülerinnen und Schüler leider nur auf dem zweiten Arbeitsmarkt einsetzbar seien.

Ich will nicht sagen, ich sei hoffnungslos.

Das bin ich nicht. Ich kämpfe, ich kläre auf, ich diskutiere, ich bilde mich weiter, ich höre zu. Das gelingt mir nicht immer. Es ist anstrengend, manchmal ermüdend.

Inklusion ist für mich…

Inklusion ist Haltungssache. Ich hoffe, mir wird es im Laufe meines Lebens gelingen, immer mehr Barrieren einzureißen. Für mich, für andere.

Inklusion ist Teamgeist. Zusammen ist vieles möglich, auch mit wenig Geld.

Inklusion ist für alle da. Für diejenigen, die ohne Kopfhörer in der Bahn sind (Stichwort Untertitel). Für diejenigen, die gerne wandern, aber Pausen machen möchten (Stichwort Sitzbänke). Für diejenige in einem Haushalt, die unterschiedliche Körpergrößen haben (Stichwort höhenverstellbare Schreibtische). Für diejenigen, die mit Kinderwagen, Bollerwagen und Rollstuhl unterwegs sind, vielleicht sogar gleichzeitig (Stichwort selbstöffnende Türen). Für diejenigen, die Schwierigkeiten mit dem Internet oder wenig bis keine Sehstärke haben (Stichwort Bildbeschreibung).

Inklusion ist nicht „für die da, für die Schwachen“. Inklusion ist für mich, für dich, für uns. Inklusion ist kein fester Zustand, sondern kreativ und immer auf der Suche nach individuellen Lösungen.

Inklusion ist immer Austausch. In diesem Sinne DANKE für über fünf Jahre beate putzt – Sauber Leben mit Typ1-Diabetes. Ein ewiges auf und ab. Ich mag’s und freu mich auf jeden Austausch. Sei es über Diabetes, Behinderung, Jakobsweg oder einfach ein gutes Buch.

Danke. Beate putzt

Was ist Inklusion?

Bei zdf logo! gibt es einen kurzen, einfachen Beitrag (auch geeignet für Kinder), was Inklusion ist.

https://www.zdf.de/kinder/logo/tag-der-inklusion-100.html

Maskenpflicht in Deutschland (leichte Sprache)

Maskenpflicht in Deutschland – Informationen in leichter Sprache.

Maskenpflicht in Deutschland:

  • Was bedeutet das?
  • Wo muss ich eine Maske tragen?
  • Wie ziehe ich eine Maske richtig an?
  • Wie ziehe ich eine Maske richtig aus?

Diese Fragen habe ich versucht, in einem Video in leichter/vereinfachter Sprache zu erklären (darf gerne geteilt werden).

Hinweis: Anstelle des Wort „Maske“ kann auch das Wort „Mund-und-Nasen-Schutz“ verwendet werden. Im Video verwende ich meistens den Begriff „Maske“.

Maskenpflicht in Deutschland (leichte Sprache)

Hände waschen, aber wie?

Maskenpflicht – fehlende Untertitel

Leider konnte ich nachträglich keine Untertitel einfügen. Ich habe das Video ursprünglich für meine Schüler:innen gedreht. Sie würden von Untertiteln irritiert. Ich dachte, ich könnte das nachträglich noch einfügen – entschuldigung dafür.

Oh I Oh I’m still alive!

Hallo zusammen,

höchste Zeit für ein kleines Alltags-Update! Auf dem Blog war es in den letzten Monaten still. Ich habe irgendwann mein zweites Staatsexamen abgelegt, mit Antje von süßhappyfit einen Triathlon absolviert, die Ferien im höchsten Maße genossen, mich entschieden, für noch ein weiteres Jahr im hohen Norden zu bleiben und und und. Der ein oder andere Bericht wird noch folgen, anderes in Vergessenheit geraten.

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Update: Diabetestherapie

Einstellungen

Durch die vielen Veränderungen habe ich meinen Diabetes teilweise mehr oder weniger mitgeschleift. Das hat zum Glück recht gut funktioniert. Für die nächste Zeit stehen trotzdem einige Basalratentests sowie die Überprüfung einiger Faktoren auf dem Plan. Hätte jemand Lust mitzumachen? Ich denke an eine ähnliche Geschichte wie #teambasalratentest von Anne. Das Ziel wäre, Erfahrungen auszutauschen und sich – falls nötig – zu bemitleiden (Ich HASSE Basalratentests!).

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Dana RS Pumpe

Mittlerweile loope ich schon weit über ein Jahr mit der DANA RS Pumpe. Ich bin nach wie vor zwiegespalten mit dieser Pumpe und leider weiß ich durch intensiven Austausch, dass ich mit meinen negativen Erfahrungen bei weitem nicht die einzige bin.

Nach wie vor….

…nutze ich Do-It-Yourself-Lösungen, um vernünftige Katheter abseits des DANA Sortiments verwenden zu können

…sind Adapter „scharfkantig“ verarbeitet (vgl.: Die Adapter der Accu-Chek Combo sind gummiert). Menschen, die wie ich ihre Pumpe eng am Körper tragen, haben öfter Druckstellen.

…piept die Pumpe ohne Vorwarnung und meldet, dass die Ampulle leer sei – unabhängig vom verbliebenen Füllstand, der sich zwischen 35 – 5 Rest-I.E. befinden kann.

…geht die Batterie ohne Vorwarnung einfach leer und damit die Pumpe aus.

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All diese Dinge haben dazu geführt, dass ich mittlerweile ständig dabei habe:

  • 1 x Setzhilfe
  • 1 oder 2 Wechselkatheter
  • 1 x Batterie
  • 1x Batteriefachöffner oder Münze
  • im Idealfall auch noch: Insulin, Ersatzgewindestange, Ampulle, Aufziehhilfe.

Ich schätze an der Pumpe die stabile und Bluetoothverbindung, die kleine Größe und dass sie nicht bei jedem Bolus- oder jeder Basalratenänderung piept. Am liebsten würde ich die DANA RS mit meiner alten Accu-Chek Combo zusammenschweißen!

So einfach geht das natürlich alles nicht und überhaupt ist es ein Privileg, eine Pumpe nutzen zu dürfen. Das ist mir durchaus bewusst. Dennoch herrscht einfach sooooo großer Nachholbedarf, dass mich solche „Fehlerchen“ richtig wütend machen können. Lebenszeit und Lebensqualität, die dadurch verschwendet wird.

Liebe Pumpenhersteller, die ihr die nächste tolle Pumpe sicherlich gerade entwickelt: Hier könnte ihre Werbung stehen!

In diesem Sinne: Liebe Grüße, Beate

#DBW2018: Diabetes-Nebenwirkungen

#DBW2018 Tag 4. Heutiges Thema:

„Diabetes-Nebenwirkungen. Zwischen Motivation und Downphasen spiegeln sich die psychischen Belastungen wider. Welche beschäftigt dich?“

diabetes-blog-woche

Ich kenne viele Nebenwirkungen, doch welche haben es in meine TOP5 der Nebenwirkungen geschafft?! Vielleicht kannst du dich ja wiedererkennen?

TOP5: Die Handtaschennebenwirkung

Mein Diabeteszeug muss immer mit. Selbst mit Pumpe und Sensor muss ich für mein „gutes Gefühl“ mindestens neben Pumpe und Handy noch ein Gel/Saft und Traubenzucker mit. Das passt nicht mehr in eine Hosentasche und tadaaa, wird wieder eine Handtasche gebraucht.

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TOP4: Das Einkaufsdilemma

Ich stehe im Supermarkt, habe bereits meinen inneren Einkaufszettel abgearbeitet und weiß nicht mehr, ob ich noch Hypohelfer brauche. Kaufe ich keine, habe ich garantiert nur noch zwei Dinge daheim. Kaufe ich welche, habe ich garantiert noch genug Vorrat. Wenn ich zusätzlich gerade mit Trendpfeil nach unten unterwegs bin, wandern auf jeden Fall auch völlig unnötige Süßigkeiten mit in den Einkaufskorb – denn nichts schmeckt besser, als absteigende Werte mit Keksen & Co zu bekämpfen.

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TOP3: Die TypFler

TypFler sind Menschen im Umfeld der Menschen mit Diabetes. Diabetes Typ Familie und Freunde. Mein Umfeld kennt sich besser aus als das, was man so in der Schule gelernt hat (wenn überhaupt). Sie können Kurzreferate über Unterzucker, Sensoren, Pumpen, Reisen und Sport mit Diabetes halten und bei Unsicherheiten fragen sie mich nochmal. Weil sie an meinem Leben teilhaben, nicht, weil ich ständig Powerpointfolien präsentiere. 😉

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TOP2: Die Handysucht

„Leg doch mal dein Handy…oh. Ist das dein Diabeteshandy.“ Spätestens seit dem Loopen, aber auch schon vereinzelt vorher mit dem Umstieg auf den G5 Sensor werde ich öfter angesprochen, ob ich mal mein Handy weglegen könne/warum ich zwei Handys habe/dass ich doch eben schon am Handy war. Vieles in meiner Welt spielt sich digital ab, mein Diabetesmanagement hat mich Technik besser verstehen, besser anwenden lassen. Wir brauchen vielleicht doch keinen Medienkompetenzunterricht in Schulen, sondern einfach nur Menschen mit Diabetes, die ihren Alltag erlebbar machen 😉 – Nicht umsonst haben meine Schüler im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung verstanden, warum ich die Smartwatch trage und wie das System funktioniert.

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TOP1: Das (dreifache) Medizin-Coach-Drillinstructor-Studium

Ich habe ein abgeschlossenes Masterstudium mit dem Abschluss Master of education. Durch meine Diabeteskarriere habe ich aber auch Medizin studiert und bin Expertin meiner Krankheit. Ich bin Coach für mich, manchmal auch für andere Menschen mit Diabetes. Ich bin ein Drillinstructor, um mich wieder motivieren zu können (eventuell habe ich das auch beim Sport mit meinen ehemaligen Mitbewohnerinnen eingesetzt).

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#DWB2018: Nebenwirkungen

Das waren sie, meine TOP5-Nebenwirkungen für den vierten Tag der #DBW2018. Die meisten davon sind eher lustig bis nervig. Hast du dich wiedererkannt? Oder eher so „Boah nee, kenn ich alles gar nicht?“ Ich habe natürlich auch negativere Nebenwirkungen. So sagte eine Freundin mal zu mir „Ach das ist doch egal, sei doch mal spontan!“. Ja, ich wäre auch gern spontan gewesen – dummerweise waren wir kurz vorm essen am überlegen, ob wir direkt danach eine kleinere oder größere Radtour machen wollen. 😉

Erzähl mir gerne von deinen Nebenwirkungen, schließlich ist der Austausch in der Community mit das schönste (an der Blogwoche) 🙂

3 Jahre beate_putzt

3 Jahre beate_putzt. Was bisher geschah, was kommen könnte und natürlich Kuchen!

Mein Blog „Beate putzt – Sauber Leben mit Typ1-Diabetes“ wird heute auf den Tag genau drei Jahre alt.

Was bisher geschah

Seitdem ist viel passiert: Ich trage mittlerweile ein CGM, loope seit wenigen Monaten, habe erst meinen Bachelor, dann meinen Master abgeschlossen und damit mein Studentenleben beendet, bin mal wieder umgezogen, mehrere hunderte Kilometer gepilgert und über all dies gebloggt. So sind bis heute 84 Beiträge erschienen. Nebenbei war ich auf Diabetesveranstaltungen, bin Autorin der Blood Sugar Lounge und bin aktiv in unserer Diabetescommunity. Darüber habe ich viel Wissen gewonnen und weitergeben dürfen.

Ausblick

Doch nach drei Jahren ist natürlich noch nicht Schluss. So geht es in den nächsten Monaten weiter. In meiner neuen Kategorie „Lehrerin im Vorberreitungsdienst mit Diabetes“ werde ich versuchen, regelmäßig über meinen Alltag zu berichten. Sportlich verfolge ich das Ziel, dieses Jahr zu meinem ersten Triathlon anzutreten, unterstützt von der IDAA Gruppe und einer Bloggerkollegin: Antje. Diabetesmäßig bin ich gespannt, wohin der Loop mich bringen wird. Zur Zeit ist es oft noch chaotisch, aber gut Ding braucht Weile 😉 Außerdem hoffe ich, weiterhin so einen guten Austausch mit der Diabetescommunity zu haben <3

Für den kurzfristigen Ausblick habe ich ein schnelles Geburtstagskuchenrezept für dich.

Geburtstagskuchen: Süßer Tassen-Zucchinikuchen

Nacheinander alle Zutaten miteinander verrühren und bei 175°C ca. 1 Stunde backen.

3 Eier, 1 Tasse Öl, 2 Tassen Zucker, 2 Tassen Zucchinimus (Zucchinis schälen und mit Pürierstab zu Mus verarbeiten), 2 P. Vanillezucker, knapp 1 TL Salz, 1 TL Natron, 2-3 TL Zimt, 3 Tassen Mehl, 1/2 P. Backpulver, 1 Tasse gemahlene Mandeln

Ich habe auch schon Zucker aus diesem Rezept reduziert (schmeckt trotzdem), oder mit Kako anstatt Schokoladenglasur (schmeckt auch). Solchen Kuchen berechne ich nach Erfahrungswerten mit 20g pro 12g KH. Ohne die Zutaten auszurechnen.

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Ein beate_putzt Tipp: Backformen in der Spülmaschine bei warmen Wasser mit einem Schuss Spüli einweichen lassen, anschließend mit einer Spülbürste reinigen. Fertig.

Viele Grüße, beate_putzt

Jakobsweg Tag 1 & 2

Die ersten beiden Tage liegen schon hinter mir. In wenigen Minuten gibt es Abendessen. Ich bin in einem 2**Hotel und weiß noch nicht mal, wie viel es kostet.

Vorgestern musste ich mir einen neuen Rucksack mit mehr Volumen kaufen. Sensoren, Isomatte, Wechselschuhe…all das hatte ich vor 2 Jahren nicht mit und es braucht Platz. Leider auch Gewicht. Mit Wasser und nur wenig Essen, noch nicht mal ganz befüllt, wiegt mein Rucksack nun 16kg. Vor zwei Jahren waren es noch unter 13kg. Vor zwei Jahren war ich zu Beginn auch bereits topfit. Dazu gleich mehr.

Nach einer letzten Übernachtung in meiner Ex-WG starte ich optimistisch im Dauerregen nach Schweigen. Bis zur ersten Ortschaft ist auch alles ok. Danach fangen die Beschwerden an. Nass, kalt, Blutzucker zu hoch, später Start. Alles mistig und ich nehme in einer Ortschaft fürdie letzten 10km den Bus. Mein Weg, mein Tempo, meine Regeln. Übernachten durfte ich bei meiner Arbeitskollegin bzw ihrem Sohn. Ein schöner erster Abend: Ich werde bekocht, kann Waschmaschine und Trockner nutzen und schlafe wunderbar.

So starte ich wieder optimistisch und früh in den zweiten Tag. Ich überquere die Grenze und trinke meinen ersten Café au lait in Wissembourg. Nach der kurzen Pause geht es weiter, der näcbste Ort ist eigentlich nur 3km entfernt. Eigentlich! Wer schon in Städten gepilgert ist, weiß vielleicht, dass der Weg aus einer Stadt heraus oft erschwert zu finden ist. So bin ich eine Stunde und 10km später auf dem richtigen Weg. Mit 16kg Rucksack und ab da fast nur noch in der Sonne unterwegs.  Mir wird klar, dass ich meine Tagesetappe wieder nicht erreichen werde. Egal, auf dem Jakobsweg gibt es immer eine Lösung und der Weg gibt dir, was du brauchst. Das wird sich auch gleich zeigen. In meinem angepeilten Ankunftsort ist das einzige Fremdenzimmer belegt. Das nächste Hotel ist zu weit weg, mein Ziel ist 10km weiter und meine Blase am Fuß muss jetzt nicht größer werden. Doch die Besitzer des Fremdenzimmers haben mich schon auf der Straße entlangpilgern sehen und nachdem geklärt ist, dass ich wirklich bis nach Santiago will und mein Rucksack gewogen wurde…sitze ich keine 5min später im Auto und sie fahren mich zum Hotel. Kostenlos. Das Hotel bringt mich morgen an einen Startpunkt, der sogar dort ist, wo ich eigentlich heute hätte ankommen wollen. Und gleich gibt es Essen.

Fazit: Früh genug loslaufen und auf meinen Körper achten. Und dabei ganz nebenbei wundervolle Begegnungen haben.

Fun fact: Hier wird elsässisch gesprochen. D.h. eine Mischung aus pfälzisch und französisch. Babble wie dehäm, schää.

Rezept: Nudeln mit Spinat-Avocado-Mandel-Pesto & gerösteten Kichererbsen-Topping

Maximal dreißig Minuten, wenige Zutaten und voilà: Ein leckeres Gericht gekocht.

Hallo in die Runde!

Momentan stecke ich in der Lernphase und esse meistens leider nebenbei, ab und zu gibt’s aber auch ein leckeres und schnelles Gericht. Dieses Mal: Nudeln mit einem (veganen) Pesto aus Spinat, Avocado und Mandeln plus gerösteten Kichererbsen als Topping.

Du benötigst lediglich wenige Zutaten und maximal 30 Minuten Zeit:

Für das Topping die Kicherbsen waschen, mit Öl und italienischen Kräutern vermengen und auf ein Backblech verteilen. Bei 180-200° im Ofen rösten, bis sie goldbraun sind. Bei meinem Ofen hat es 20min gedauert. Weil ich noch eine einzelne Karotte hatte, habe ich sie auch mit dem Öl vermengt und im Ofen mitgaren lassen.

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Die Menge Nudeln, die du gerne isst. In meinem Fall dieses Mal Weizen-Penne. Einfach in reichlich Wasser mit ein wenig Salz bissfest kochen.

Für das Pesto entweder gewaschenen frischen Spinat oder angetauten TK-Spinat, eine halbe Avocado und gemahlene Mandeln. Das alles mit einem kleinen Schuss Öl (ich habe ein neutrales Sonnenblumenöl gewählt) im Mixer pürieren.

Alles zusammen anrichten und voilà.

Guten Hunger beziehungsweise viel Spaß beim nachkochen. 🙂

Viele Grüße, Beate

Lasagne (lowcarb + vegan + glutenfrei) – geht das?

Die Überschrift ist sowas von untypisch für mich. Vegan kochen, ab und an, klar. Aber dann auch noch  lowcarb und glutenfrei?

Inspiriert von Antjes LOGI Wirsing-Lasagne und der kürzlich erst nachgekochten veganen Lasagne mit Miso-Topping von bevegt habe ich alles gemixt und entstanden ist folgende Kreation: eine Wirsing-Lasagne mit Misotopping. Ehrlich gesagt bin ich mir noch nicht mal sicher, ob es sich wirklich um low carb handelt – für mich als „high-carb-Esserin“ ist sie das allemal.

Zutaten:

  • 1 Wirsing (ein kleiner genügt)
  • 2 Karotten
  • 1/2 kleine Süßkartoffel
  • 1 Dose stückige Tomaten + etwas Tomatenmark
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 kleine Dose Mais
  • 1/2 kleine Tasse rote Linsen
  • evtl. Reste, bei mir z.B. etwas Lauch
  • Salz, Pfeffer, beliebige Kräuter
  • 1 kleines Glas Gemüsebrühe
  • alle Zutaten und Zubereitungsart für das Miso-Topping findet ihr bei bevegt, oben verlinkt (Im Wesentlichen Cashewnüsse, gemahlene Mandeln, Miso-Paste)

Zubereitung:

Cashewnüsse 3 – 4 Stunden vorher einweichen.

  • Die äußeren Wirsingblätter waschen und beiseite legen. (Antje hat die noch blanchiert, hab ich glatt überlesen. Geht auch :D)
  • Karotten, Süßkartoffel, kleiner Rest Wirsing, Zwiebel klein schneiden
  • Die Zwiebel glasig anbraten
  • Karotten und Süßkartoffel zugeben
  • mit Tomaten ablöschen, Linsen und evtl noch etwas Wasser zugeben
  • So lange köcheln lassen, bis die Linsen durch (=weich) sind
  • Mais und Wirsing zugeben, für 3-4 min weiter köcheln lassen (falls zu flüssig: Tomatenmark hinzugeben), mit beliebigen Kräutern, Salz und Pfeffer würzen
  • Miso-Topping herstellen (siehe Bevegt)

Oben erzeugte Sauce im Wechsel mit Wirsingblättern in die Auflaufform schichten. Am besten mit einem Wirsingblatt enden. Anschließend ein kleines Glas Gemüsebrühe über alles gießen. Die Misopaste auf der obersten Schicht verteilen (deshalb das Wirsingblatt, geht leichter find ich).

Vorsicht! Das Miso-Topping wie auch die Linsen müssen evtl. mit FPE (Fett-Protein-Einheiten) abgedeckt werden. Auf Tomatensauce reagiere ich z.B. auch, d.h. die muss ich auf jedenfall berechnen. 100g gekochte Karotten haben lediglich 3,1g Kohlenhydrate, nicht ganz 0,3 BE. Bei mir sind ca 200g gekochte Karotten in der Lasagne.Die Linsen (ja, die hätte ich mal wiegen sollen) schlagen bei 100g im gekochten Zustand mit 19g KH zu Buche. Ich schätze auf 50g bei mir, d.h. nicht ganz 10g KH. 100g Süßkartoffeln haben 20g KH, also 1,7 BE.

Meine Rechnung für mich beruht zum größten Teil auf Erfahrungswerten, wie mit der Tomatensauce. Ich werde insgesamt 2 BE berechnen und einen Teil Insulin direkt abgeben, einen Teil auf 2 Stunden verzögern. Mal sehen, ob es klappt.

Guten Appetit! 🙂

EDIT: Ich glaube, es ist eine „lower carb“-Lasagne – ich hätte 3,5 BE berechnen müssen, das im 70 (direkt) zu 30 (verzögert) Verhältnis bolen.

 

 

 

 

Einbruch? Umbruch. Aufbruch!

Einbruch? Umbruch. Aufbruch! Meine persönliche Bilanz am Ende des Januars.

Hui, der letzte Tag im Januar und ich sitze gefühlt in einer Achterbahn Richtung unbekannt.

Einbruch?

Viele Freundschaften von mir, oder von denen ich dachte, es seien Freundschaften, brechen gerade weg oder sind auf Eis gelegt, da „im Stress“. Befinden sich selbst im privaten und beruflichen Neuorientierung, sind eingespannt und setzen andere Prioritäten als ich. Erst war ich ein bisschen geknickt, allerdings: Ausmisten des alten Ballasts oder Unpassenden schadet nie, da Platz für neues entsteht oder altes wieder zur Geltung kommt. #beate_putzt ist irgendwie wirklich das Motto im Januar.

Umbruch.

Die letzten Monate meines Studentenlebens sind angebrochen. Wenn alles klappt, so wie ich es gerne möchte, bin ich im Juni fertig (du darfst mir gern die Daumen drücken!). Ein Ziel, auf das ich lange lange lange hingearbeitet habe, ist fast erreicht. Es fühlt sich noch ziemlich irreal an und bis Juni ist noch sehr viel Zeit…und sehr viele Seiten Masterarbeit. Der Gedanke schwingt mit, bald ist dieser Abschnitt zu Ende.

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Aufbruch!

Ich muss mein WG-Zimmer rechtzeitig kündigen, ich muss fleißig für die Uni sein, ich muss mein Privatleben leben, ich müsste meinen Blutzucker im Griff behalten, ich müsste meine Ernährung ausgewogen halten, ich müsste regelmäßig meinen Sport beibehalten…das MUSS ist die Theorie, nur manchmal die Praxis. Ich freu mich jedenfalls schon wie Bolle auf mein CGM, das bald kommen müsste! 🙂 Außerdem plane ich gerade, was ich zwischen Studium und Vorbereitungsdienst/Referendariat machen will…es bleibt spannend!

Begleitet von…

lesenswerten Blogs, Büchern,  fabelhafter Musik, Essen, trotzdem noch ein wenig Sport und positiven Gedanken. Grundsäzlich immer auch von Familie, Freunden & Gott.

Ich wünsch dir viel positive Gedanken für den Februar. Putzt du noch oder lebst du schon? 😉 Viele Grüße, Beate

Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand!