Mathematik für Diabetes“wissenschaftler*innen“

Manchmal wünsche ich mir feste Formeln, mit denen ich meinen Diabetes behandeln kann. Warum kann es diese nicht geben? Wie behandle ich stattdessen?

1+1=2 ist eine Annahme, die nicht zu beweisen ist. Darauf beruht unser Rechensystem. Unter anderen Annahmen ergibt 1+1 ein anderes Ergebnis. Soweit zu meinen Mathematikerkenntnissen aus drei Semestern Mathe.

Im Diabetesbereich ist Mathematik überall: Der Dreisatz beim ausrechnen der BE aus Kohlenhydratmenge auf 100g, die Menge der Korrektur und auch die Geometrie kommt in diversen Kurven nicht zu kurz. Heute habe ich wieder an meiner Basalrate getüftelt, insgesamt zwei Stunden habe ich meine Daten gesichtet, interpretiert und ausgewertet. Theorien für Blutzuckerveränderungen erstellt, verworfen, wieder erstellt.

https://giphy.com/gifs/IPbS5R4fSUl5S/html5

Manchmal wünsche ich mir einen Kurs für Diabetiker, ähnlich wie ich ihn an der Uni hatte: Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler hieß der, irgendwie knapp bestanden, im Folgenden völlig irrelevant für mein Studium und fast alles wieder vergessen. Soweit ich mich erinnern kann, gab es Formeln, die immer gleich waren und nur Faktoren eingesetzt werden mussten. Theorien, die sämtliche Phänomene der Volkswirtschaft erklären konnten. Und: Stinklangweilig.

Für den Diabetes gibt es leider keine feste Formel, die immer stimmt. Zu viele Faktoren zum einsetzen, zu viel ungewisses. Klar, es gibt jeweils wieder individuelle Richtwerte, z.B. senkt 1I.E. in der Regel meinen Blutzucker um 80-100 mg/dl ab. Wie gesagt, alles individuell und da auch nicht in die Ewigkeit gemeißelt. Langweilig ist es nie. Wenn ich denke, ich habe für die nächsten Tage eine Lösung gefunden, reagiert mein Blutzucker am nächsten Tag oft komplett konträr.

Daten

So würde mir ein Kurs „Mathematik für Diabeteswissenschaftler*innen“ im Stil der Uni vermutlich nichts nützen. Was mir aber hilft, ist wissenschaftliches arbeiten: Daten sichten, Kopf einschalten, mitdenken, recherchieren (in Fachliteratur oder auch die Überlegung, wie der Wert zustande gekommen ist), analysieren und auswerten. Und im letzten Ende auch auf mein Körpergefühl zu vertrauen, wann mir das alles nichts nützt und ich neue Maßstäbe anlegen muss.

Die ersten 48h mit Dexcom

Meine ersten 48h mit CGM. Fragen, Erfahrungen und Überforderung.

Hallo liebe Leserin, hallo lieber Leser!

Neben meiner Pumpe, dem Apparätche, trage ich seit zwei Tagen nun ein weiteres Apparätche mit mir herum: Den Dexcomempfänger. Wo ein Dexcomempfänger ist, wird auch ein Transmitter und Sensor ja nicht weit sein. Mein rechter Arm ist genau damit verziert. Seit Antragsstellung, Genehmigung und letzlichem Anlegen des Sensors sind drei Monate vergangen. Vor lauter Freude könnte ich Luftsprünge machen. Moment, könnte? Ich springe einfach.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=Pv3vVDvO4pk&w=1280&h=720]

Was genau ist bzw. macht Ein cgm / der Dexcom?

Während Blutzuckergeräte den Blutzucker messen, misst der Dexcom (bzw. sogenannte CGMs/FGMs) den Gewebezucker. Dieser kann vom normalen Blutzucker um bis zu 30 Minuten abweichen. Ein weiterer wesentlicher Unterschied ist, dass der Blutzuckerwert einem statischem Foto gleicht: er zeigt mir, was in diesem Moment ist. Der Gewebezuckerwert im Dexcom ist mit einer Filmaufnahme zu vergleichen: ich sehe anhand einer Kurve, was davor war und ich bekomme Trendpfeile, ob der Gewebezucker gerade eher steigt oder sinkt. Damit kann zum Beispiel Unterzuckerungen vorgebeugt werden. Zusätzlich bekomme ich sogar Alarme, wenn ich stark steige, abfalle oder eine bestimmte Gewebezuckergrenze überschreite. 🙂

Jetzt in diesem Moment liegt der Dexcomempfänger neben mir und zeigt einen Wert von 104 mit leichtschrägen Trendpfeil nach unten. In der Nacht war ich zu hoch und hatte die Basalrate erhöht. Vorhin habe ich korrigiert sowie die Basalrate weiter (wie in der Nacht) erhöht gelassen. Nun sehe ich den Trendpfeil plus den Wert im Normalbereich und stelle die Basalrate wieder auf 100%, um eine Unterzuckerung zu vermeiden. Ich merke schon, dass ich in den nächsten Tagen mit einer Datenflut en masse konfrontiert werde, obwhol ich vorher schon täglich 7 – 10 mal gemessen habe. Diese gilt es zu interpretieren und zu verstehen. Obwohl ich meine Diabeteseinstellung zu 90% alleine mache, bin ich sehr froh, meine Daten an meine Praxis senden zu dürfen und da Unterstützung zu bekommen. Ich habe schon oft von anderen Diabetikern mit CGM/FGM gehört, dass gerade in der ersten Zeit der Diabetes neu entdeckt wird – trotz teils laaaanger Diabetesdauer.

Daten, Daten, Daten

Schon nach 48 Stunden bemerke ich eine Veränderungen und offene Fragen. Da wäre ich auch sehr froh, wenn ihr mir noch Tipps geben könntet.

  • Wie kann ich sinnvoll meine Daten kombinieren? Mysugr, Accu-Chek Combo Pumpe und Dexcom?
  • Welche Tasche nutzt ihr für den Dexcom-Empfänger oder ist er so stabil, dass er zwei Jahre Hosentasche etc. überlebt?
  • Wie kann ich den Dexcom denn mit ins Schwimmbadbecken nehmen, eignet sich da eine Unterwasserkameratasche?
  • Kann ich den G4 irgendwie von „Gramm Kohlenhydrate“ auf BE umstellen?

Bemerkt habe ich:

  • Schon jetzt messe ich weniger blutig
  • Schon jetzt habe ich es bei einer nur 30 Minuten-Sporteinheit die Sicherheit genossen, nicht von einer starken Unterzuckerung gestört zu werden
  • Meine Nachtbasalrate ist zu niedrig
  • Der Essensabstand morgens von 20 Minuten trotz Humalog ist und bleibt sinnvoll 🙁
  • Die Ledertasche des Empfänger ist für mich unpraktisch, klobig und hässlich. Übergangsweise nutze ich eine alte BZ-Messgerät-Hülle von Accu-Chek…passt nicht perfekt, aber für den Anfang reichts 😉

Diabeteswissen ist Macht! Möge die Macht mit dir sein!

Meine CGM-Schulung fand mit zwei weiteren Diabetikern in meiner Arztpraxis statt. „Lustigerweise“ hatten wir alle drei einen Wert um die 350 mg/dl. Bei mir verschuldet durch eine spät bemerkte Hypo mit Gegenregulation, einem zu kurzen Spritz-Ess-Abstand und der Aufregung. Im Übrigen war ich sehr froh, schon vorher so viel gelesen zu haben. Mir wäre die Schulung viel zu schnell gegangen und vieles für mich wichtige hat keinen Platz gefunden, weil die „Basics“ natürlich auch vermittelt werden müssen. Die nächsten Tage werde ich neben learning-by-doing auch wieder in Ulrike Thurms Buch CGM- und Insulinpumpenfibel lesen. Meiner Meinung nach sehr praxisnah geschrieben und geht auf viele verschiedene Aspekte ein. Für mich bedeutet Wissen in Diabetessachen die größte „Waffe“ gegen Komplikationen. Gilt selbst dann, wenn es mal nicht läuft. Alleine zur Analyse brauche ich viel Wissen, um meine Fehler in der Therapie zu finden.

Ich freue mich auf eure Tipps und meine spannende Eingewöhnungszeit.

Viele Grüße, beate_putzt (mit nun zwei Apparätche)

 

P.S.: Die meisten Tipps habe ich von anderen Blogs. Dafür bin ich sehr dankbar. Gerade zur Fixierung möchte ich an dieser Stelle auf einen Beitrag von Ilka auf mein-diabetes-blog.com verweisen! Denn nach über zehn Jahre mit der Pumpe sitzt dank diesem Tipp der Katheter auch an heißen Sommertagen bombenfest.

P.P.S.: Liebe technikaffine Community, wie kann ich selbst erstellte GIFs ohne den Umweg auf youtube in wordpress laden?

Insulinpumpenkolloquium & neueste STUDIE über das FREESTYLE LIBRE

Mein Besuch in Bad Mergentheim zum Insulinpumpenkolloquium…wie berechne ich FPE, was gibt’s neues an CGM/FGM und wie sieht es zwei Jahre nach Markteinführung des FreeStyle Libre aus?

Am Wochenende habe ich das 31. Insulinpumpenkolloquium der Diabetesklinik Bad Mergentheim besucht. Themen unter anderem: Tipps zur Berechnung der Fett-Protein-Einheiten (FPE), verschiedene Bolusraten, Kostenfinanzierung bzw. Übernahme von FGM/CGM und die IMPACT-Studie der Firma Abbott über das FreeStyle Libre. Spannend!

FPE

Nahrung setzt sich aus Kohlenhydraten, Fett und Protein (Eiweiß) zusammen. Auch Fett und Protein werden, zeitlich verzögert, zu Glukose umgewandelt. Wenn der Anteil der Fette und Proteine über dem Anteil der Kohlenhydrate liegt, steigt der Blutzucker zeitlich verzögert an. So zum Beispiel zu beobachten nach Mahlzeiten, für die man erst einmal denkt, man müsse keine BE berechnen: Hülsenfrüchte, Steak mit Kräuterbutter, etc… Nach einigen Stunden steigt der BZ dann doch an und zack! Kurve versaut. Wie kann ich also vorgehen?

1 FPE = 100kcal Fett + Protein

1g Fett = 9 kcal

1g Protein = 4 kcal

1g KH = 4kcal

Beispiel: Enthält die Nahrung 288 kcal, teilt man 288 : 100 und erhält dann 2,8 FPE, aufgerundet 3 FPE. FPE = KH? Nein! Es wird empfohlen, sich erstmal an die Berechnung der FPEs ranzutasten. Beispielsweise für 3 FPE eine Einheit KH zu berechnen. Das Insulin muss natürlich verzögert abgegeben werden, da die Nahrung lange braucht, bis sie in Glukose aufgespalten werden kann. Eine späte post-prandiale (nach Mahlzeit) Erhöhung kann auch auf einen hohen Anteil von Ballaststoffen zurückzuführen sein. Bitte klärt die Dosis und Insulinverteilung mit euren DiabetologInnen ab. 😉 Ich berechne bei einer Pizza z.B. „aus dem Bauch heraus“ einfach eine BE mehr für das Fett, verzögere mit dem Multiwave/Dual-Bolus für max. 4 Stunden und fahre damit sehr gut.

IMPACT-Studie der Firma Abbott

Zwei Jahre ist das Libre jetzt auch dem Markt. Ein paar Infos, die ich mir mitgeschrieben habe, hier für euch zusammengefasst:

  • Das Libre NICHT (wie in vielen Foren empfohlen) 12 – 24 Stunden vorher anlegen. Die Nadel ist nicht für solch eine Liegedauer gemacht UND (was viel wichtiger ist), es fehlt der elektrische Impuls…somit kann es zu Abweichungen kommen. Der elektrische Impuls aktiviert den Sensor und ist das erste Scannen.
  • Abbott rät von Blasenpflaster, etc ab, um Hautreaktionen zu vermeiden. Die Länge des Sensors ist nur 5mm, allein die Länge könnte damit zu kurz werden. Aber: Abbott MUSS natürlich von solchen Ideen abraten, da sie diese nicht getestet und evaluiert haben 😉
  • Um empfindliche Haut zu schützen, empfiehlt Abbott Sprühpflaster wie die Marke Cavilon
  • Statistik: Die Studie belegt, dass die Werte 63% mehr im Zielbereich liegen als bei den reinen herkömmlichen BZ-Messungen. Die Scans der Studie waren im Schnitt 15,1Scans/Tag, BZ-Messungen bei der Kontrollgruppe 5,5Messungen/Tag!
  • Der Hba1C der Studienteilnehmer mit Libre konnte gehalten werden, obwohl die Hypos wesentlich reduziert werden konnten

Mein Fazit: Da ich gerne eine akustische Alarmfunktion hätte, beantrage ich bald ein CGM. An sich aber ein super Produkt (von vielen ja auch schon genutzt!) und ich überlege, ob ich es mir trotzdem hole…bis der Antrag durch ist, wird es sicher wieder ewig dauern.

Ausblick für CGM/FGM:

Sugarbeat – eine Innovation, die verspricht, mittels eines Pflasters den Gewebezucker zu messen und die Werte direkt an Smartphone o.ä. zu übermitteln. Kein Sensor unter der Haut. Geplante Markteinführung im Jahr 2017.

Das Eversense Produkt von Roche – ein für 3 Monate implantierter Sensor, gerade in der Testphase. Die Werte werden aufs Smartphone gesendet.

Bei beiden Produkten bin ich skeptisch, ob das für mich umsetzbar wäre. Es bleibt spannend!

All in all: Messen nicht vergessen.

20161029_155241

 

Viele Grüße, beate_putzt

 

P.S.: Empfehlenswerte Blogartikel zum Thema Hautreaktionen findet ihr bei Sascha von Sugartweaks!

Antjes Fazit über das Eversense System gibt’s auf suesshappyfit!

Der Freizeitsport, die MitsportlerInnen & TrainerIn, mein Diabetes und ich

Diabetes und Sport. A neverending story.

Zunächst mal für mich als Person mit Diabetes: Wie bereite ich mich vor? Was muss ich beachten? Dann als Pumpenträgerin: Wie verstaue ich die Pumpe sicher? Hier habe ich vor einiger Zeit meine 8 bequemen Wege, eine Schlauchinsulinpumpe zu tragen, zusammengefasst. Einige eignen sich auch zum Sport treiben. Ilka von mein-diabetes-blog.com hat sogar hier spezielle Trageweisen für Messgerät, Dexcom und/oder Insulinpumpe gesammelt.

Betrifft Diabetes beim Sport denn nur mich?

Ich bin kein Mannschaftssportfan, mache aber gerne Sport in der Gruppe. Z.B. Yoga oder Zirkeltraining. Wenn ich einen Kurs länger besuche, informiere ich nach einiger Zeit die oder den TrainerIn und die MitsportlerInnen. Oder es bekommt beiläufig jemand mit, weil ich ab und an leichte niedrigere oder abfallende Blutzuckerwerte mit nem kurzen Päuschen und einem Saftpäckchen bekämpfe. Nach solch einem Training hat mich letztens meine Trainerin gefragt „Beate, was kann ich denn im Notfall tun?“ Da war nicht viel Zeit und ich habe nur ganz knapp erklärt.

Layout-Bild
Was muss ich beachten?²

 

Was passiert im Körper beim Sport?

Vereinfacht ausgedrückt: Insulin schließt als Schlüssel die Zellen auf, dass diese die Glukose (Zucker) aufnehmen können. Ohne Insulin passiert gar nichts. Das ist vergleichbar mit einem Auto an der Tankstelle und dem vergessenen Autotanksschlüssel: wenn ich keinen Schlüssel für den Autotank dabei habe, habe ich Benzin und ein Auto, dass nicht fährt. Das Benzin muss in den Tank. Soweit logisch? Beim Sport passiert folgendes: Das Insulin als Schlüssel ist vorhanden, die Bewegung erhöht die Aufnahmefähigkeit des Körpers, die Zellen brauchen Nachschub an Glukose. Daraufhin gibt der Körper des Menschen ohne Diabetes das Signal, die Bauchspeicheldrüse möge ihre Insulinproduktion reduzieren, die Leber möge Glukose ausschütten. Das klappt mit Diabetes nun ja…nicht so gut. 😉

Dementsprechend muss ich meinen Körper auf den Sport vorbereiten. Während des Sports seh ich dann auch gerne aus wie Lara Croft.

20150504_104834

Doch „was wäre wenn“ und ich bekäme eine Unterzuckerung, bei der ich Unterstützung oder Hilfe von meinem Trainingspartner oder Trainer bräuchte?

Gönnt mir meine Pause. Wenn ich aufgrund des Diabetes eine Pause mache, brauche ich keine Motivation, sondern Zeit und Zucker.

Damit wären wir beim nächsten Schritt: Gebt mir bitte etwas zuckerhaltiges, möglichst fettfrei zu trinken oder essen! Ich habe in meiner Sporttasche immer Saftpäckchen, Traubenzucker und Müsliriegel mit. Genauer über Unterzuckerungen habe ich in Bezug auf Eigen- & Fremdwahrnehmung bei schweren Unterzuckerungen schon geschrieben.

Worst case: wäre ich nicht mehr ansprechbar, unterbrecht die Insulinzufuhr (indem ihr den Schlauch rausreißt, tut auch nicht weh) und ruft den Notarzt mit dem Hinweis „Insulinpflichtiger Diabetiker mit Unterzuckerung“. Bitte niemals einer ohnmächtigen Person irgendetwas zu trinken oder zu essen geben.

Mir sind diese ganzen schlimmen Sachen noch nicht passiert *toitoitoi*,  trotzdem oder gerade deshalb warne ich lieber mein Umfeld vor als das ich es nie erwähnt hätte.

Ich wünsch euch viel Spaß beim Sporteln! Putzen wirkt auf meinen Stoffwechsel übrigens auch wie Sport. In diesem Sinne: beate_putzt 🙂

 

___________

Quelle:

²: https://de.fotolia.com/Content/Comp/100018984

 

Eigen- und Fremdwahrnehmung bei (schweren) Unterzuckerungen

Eine Sache, auf die ich gerne verzichten würde, sind Unterzuckerungen. Sie sind fies, kommen oft schnell, aus heiterem Himmel und lassen mich teilweise handlungsunfähig werden.  Dieser Beitrag befasst sich hauptsächlich mit meinen Erlebnissen bei schweren Unterzuckerungen, die ich sehr selten habe. Eine Unterzuckerung ist, wenn der Körper zu viel Insulin im Verhältnis zu zu wenig Zucker hat. Auslösende Faktoren können z.B. eine falsch berechnete Nahrung, Sport, unvorhergesehene Bewegung, eine zu hohe Insulindosis, einiges weitere oder verschiedene Faktoren zusammen sein.

Anzeichen einer Unterzuckerung

Nicht jeder Überschuss an Insulin führt zu schweren Unterzuckerungen – zum Glück!   Die Außenwahrnehmung kann sich dabei beträchtlich von meiner eigenen Wahrnehmung während und nach einer (schweren) Unterzuckerung unterscheiden. Anzeichen für eine Unterzuckerungen sind bei mir Unkonzentriertheit, extreme Stimmungsschwankungen, Störungen beim Laufen und Sprechen, verlangsamte Bewegungs- und Sprachabläufe, lallen, zitternde Hände, Blässe, Müdigkeit, Heißhunger und im schlimmsten Fall: Krämpfe, die denen eines Epileptikers ähneln. Es können ein oder mehrere Anzeichen auftreten.

Das Problem bei leichten wie auch bei schweren Unterzuckerungen ist, dass es für jemanden, der mich nicht so gut kennt, sehr schwer ist, diese zu erkennen. Insgesamt kann ich diese Personen an einer Hand abzählen und alle außer einer gehören zu meiner Familie. Viele fragen sich, warum ich mich so komisch verhalte; kombinieren das aber in diesem Zusammenhang nicht mit Unterzuckerungen. Das soll jetzt nicht so klingen, als hätte ich ständig Unterzuckerungen! Trotzdem kann es mal passieren, dass ich in eine leichte Hypo komme, aus der ich mir schnell und einfach selbst helfen kann, die aber mein Gegenüber zwecks meines Verhaltens etwas irritieren kann.

Ich arbeite mit Menschen, von denen einige Epilepsie haben. Teilweise seit Jahren anfallfrei. Aber: Ich weiß, was die Anzeichen für einen Anfall sind, wo die Notfallmedikation ist, wie sie zu geben ist – einfach was zu tun wäre. So sehe ich das mit dem Diabetes: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Im Falle einer Unterzuckerung: gebt dem Affen Zucker! D.h. entweder ich versorge mich selbst oder bin im Extremfall auf Fremdhilfe angewiesen. Wie gesagt, äußerst selten, kann aber passieren.

Die Notfall-Glukagon-Spritze

Ich habe meiner WG neulich die Notfall-Glukagon-Spritze erklärt: Wann könnt ihr sie geben und wie ist sie zu geben. Die Glukagon-Spritze regt die Leber zur körpereigenen Glucose-Ausschüttung an, vereinfacht ausgedrückt. Zum Glück habe ich mich hinterher mit meiner Mama unterhalten, denn mir waren einige Faktoren über mich und schwere Unterzuckerungen nicht bewusst. In meinem Leben habe ich die  Notfallspritze zweimal gebraucht – damals war ich in der Pubertät und der ganze Körper im Umbruch. Zu dieser Zeit habe ich auch meines Empfindens nach häufiger gekrampft. In meiner Wahrnehmung war ich zur Gabe der Notfallspritze auch ohnmächtig. Richtig ist: Ich habe so stark gekrampft, geschrien und geschlagen und war zum trinken nicht mehr in der Lage. Deshalb habe ich die Spritze bekommen. Für mich waren diese Krämpfe so einprägend, dass ich dachte, ich hätte einige davon gehabt. Dem ist nicht so, die könne man wohl an einer Hand abzählen.

Bitte gut sichtbar im Kühlschrank lagern!
Bitte gut sichtbar im Kühlschrank lagern!

Wie fühlt sich eine (schwere) Unterzuckerung an?

Oft können sich andere Personen nicht vorstellen, was es heißt, eine schwere Unterzuckerung zu erleben. Von außen ist die Person irgendwie ANDERS. Eventuell verbunden mit Zuckungen oder Krämpfen, eventuell mit Verhaltensänderungen. Bei leichten Unterzuckerungen fühle ich mich zu blöd für diese Welt. Bei schweren Unterzuckerungen ist das etwas komplizierter: Für mich ist alles wirr und verschwommen, ich kann keine klaren Gedanken fassen. Manchmal gelingt mir das sogar, aber mein Körper gehorcht meinen Befehlen nicht mehr. Ich bin extrem lichtempfindlich, habe Schweißausbrüche, bin emotional angreifbar,  und hinterher oft von Kopfschmerzen bis hin zu Migräne geplagt.  Als Kind habe ich oft flackernde Lichter gesehen, die stärker waren, wenn das Licht an war. D.h. wenn ich krampfe: Licht dämpfen und nicht festhalten. Die Krämpfe gehen weg, wenn wieder genug Zucker im Blut ist. Hinterher weiß ich oft gar nichts mehr und muss fragen, was ich gemacht habe.

IMG_6286

Keine Angst, diese schweren Unterzuckerungen sind äußerst selten (und passieren mir leider in 99% der Fälle nachts). Trotzdem können sie auftreten und es ist wichtig, dass mein näheres Umfeld weiß, wie es im Notfall zu reagieren hat. Oft geht’s auch einfach schneller, wenn mir jemand bei einer leichten Unterzuckerung hilft, die schei* Verpackung der Traubenzucker oder Saftpäckchen aufzumachen. Mit zittrigen Händen kann das etwas komplizierter sein – ich als gut konditionierte Diabetikern kann das aber ganz gut. 😛

IMG_7461Deshalb plädiere ich an alle Diabetiker: klärt euer Umfeld auf – wie verhaltet ihr euch? Was ist in Notfallsituationen zu tun? Sonst entsteht schnell Überforderung und Unsicherheit. Es ist äußerst selten, dass ich auf Fremdhilfe angewiesen bin – trotzdem ist es meiner Meinung nach besser, für den Notfall aufzuklären und auch ein Bewusstsein für Verhaltensänderungen bei leichten Unterzuckerungen zu schaffen. Gerade in Filmen wird bei Unterzuckerungen oft nach Insulin gerufen und auch ich wurde schon x-Mal gefragt: „Ah, da musst du dann spritzen?“ Genau dieses Halbwissen gilt es zu bekämpfen.

Zusammengefasst „Verhalten bei Unterzuckerungen“: Falls Unterzuckerungen auftreten, bekämpfe ich diese mit fettfreien, zuckerhaltigen Lebensmitteln wie Cola, Saft, Banane, etc. und bei körperlicher Aktivität lege ich eine Pause ein. Im Notfall weiß ich, dass mein näheres soziales Umfeld weiß, was zu tun ist. Die „Diabetes-Schulung“ frische ich bei meinen Freunden regelmäßig auf. Und so können alle Beteiligten beruhigt miteinander leben. 😉

Viele Grüße – beate_putzt mit Saftpäckchen

 

 

Messgerät meldet: wegen Winter vorübergehend geschlossen

Der Winter ist da und jedes Jahr vergesse ich aufs Neue: meinem Messgerät wird schneller kalt als mir! So geschehen bei einer kurzen Nachtwanderung bei Temperatur -7° Celsius. Wie immer schön in die Handtasche geschmissen…ich wollte den Blutzucker dann routinemäßig bei einem Rastpunkt testen – nöp, geschlossen wegen is nich. Gut, damit hätte ich den Vorfall diesen Winter wieder gehabt und kann jetzt wieder an die Vorsorge denken 😉

Zuhause angekommen hab ich direkt festgestellt: meine Winterjacke hat kein Innenfach und die Außentaschen keinen Reißverschluss. Sonst hätte ich es ja wie immer schnell und einfach lösen können. Aber ich bin schon lange genug im Diabetes-Verein, um zu wissen, wie ich mir schnell helfen kann. Ich hab mich an mein Lara Croft Sportoutfit erinnert und überlegt, das nächste Mal die Bauchtasche unter den Pullis zu verstecken. Sexy and I know it…oder auch nicht? 😉

20160119_091120
welcome to the 90s

Die nächste Gelegenheit, meinen Einfall zu testen, kam auch schneller als gedacht: bei Wind und Temperatur um die -5° Celsius stand eine ganztägige Exkursion mit der Uni an. Zwar mit Pausen im Warmen, trotzdem musste ich mich und auch mein Diabeteszeug schön warm einmummeln. Fazit: Die Bauchtasche saß super und hat mich null gestört. Über Optik spreche ich nicht, da war ja eh die Jacke drüber. 😉 Die Pumpe war eng am Körper und von daher lief das alles. Ich konnte auch schnell (auch gar nicht so unwichtig bei Minustemperaturen…) an meine Sachen ran und alles war auch ebenso schnell wieder verpackt. Zum Glück waren meine Hände in Handschuhen versteckt, so konnte ich auch flott Blut abzapfen und weiter ging’s.  Mit kalten Fingern messen ist ja auch nochmal ein Kapitel für sich… 😉

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht, gibt’s weitere Tipps und Tricks, um das Messgerät winterfest zu machen?

8 bequeme Wege, eine Schlauch-Insulinpumpe zu tragen

Immer wieder höre ich von Diabetikern, dass sie ihre Schlauchpumpe stört, sie nicht wissen, wie sie diese tragen sollen und sie zum Teil deshalb wieder zurückgegeben haben. Nach über zehn Jahren Pumpenträgerin habe ich einige Wege gefunden, meine Pumpe bequem und auf Wunsch auch „unsichtbar“ zu tragen.

Hier meine Top8-Wege für die Schlauchpumpe

1.) In der Hosentasche – ein kleines Loch in die Hosentasche schneiden und zack! ist die Pumpe gut verstaut. Kann bei langem Sitzen je nach Hose nerven.

2.) Mit dem Clip am Hosen-/Rockbund. Stört mich auf der Arbeit, da sie leicht abrutscht.

3.) Am BH mit einer Pumpentasche. Für mich nur rechts tragbar, warum auch immer. Links geht gar nicht!

4.) Im Calida-Slip am Rand festgeklemmt – diese Unterwäsche ist nicht besonders schön, dafür hat sie einen sehr (!) breiten Rand, indem die Pumpe wunderbar hält. Perfekt für engere Kleider oder Röcke. Besonders sicher sitzt sie meines Empfindens nach, wenn ich sie noch in der Silikonhülle (für Accu-Chek Pumpen) verstaue.

5.) Oben am T-Shirt-Rand mit dem Clip. Gerade beim Sport eine meiner liebsten Lösungen.

6.) Im (Sport-)BH mittig mit Clip befestigt – hält auch bei Yoga-Vorwärtsbeugen bombig!

7.) Bei einigen Sporthosen gibt es Taschen, die eigentlich für Smartphones sind…ich zweckentfremde die gerne mal und fühle mich dann wie Lara Croft.

8.) Beim schlafen liegt sie ganz bequem wie ein Kuscheltier lose neben mir und morgens wache ich manchmal wie von einer Würgeschlange umwickelt auf – gehalten hat der Katheter bisher trotzdem immer.

Gibt es noch Ideen, die für euch sinnvoll sind? Die besten Tipps habe ich von anderen Pumpis erhalten und lerne nach wie vor gerne dazu. Also liebe dedoc, haut raus, was ihr noch an Geheimtipps parat habt 🙂

Über Muggel und Hogwarts ODER Diabetes und Typ F


diabetes-blog-woche

 

„Ey, was hat die denn eigentlich immer einen Kasten anhängen?“ – „Das ist ihr Apparätsche!“

Das wurde vor ein paar Jahren ein Freund von mir gefragt. Dem war das ganze Diabetes-Insulinpumpe-blablabla zu kompliziert und kürzte das ganze ab. Der Name hat mir ganz gut gefallen und seitdem nenne ich meine Pumpe auch Apparätsche. Darüber, wie ich mein Dia-bad-ass-Leben mitunter sehe, hatte ich schonmal kurz geschrieben.

Heute dreht sich das Thema der Diabetes-Blogwoche um die Typ F’ler – also die Menschen, mit denen ich irgendwie zu tun habe und selbst nicht an Diabetes erkrankt sind. Für mich Diabetes-Muggel. Die Muggel haben irgendwie irgendwas schonmal von Diabetes gehört und können je nach Wissensstand mehr oder weniger mit mir diskutieren – wirkliche Zauberer wie wir Diabetiker sind sie aber nicht.

Nichtsdestotrotz haben einige Menschen in meinem Umfeld ein paar meiner Zaubersprüche („Ich muss einen Basalratentest machen“) gehört und verstanden und unterstützen mich dankenswerterweise 🙂

Vor ein paar Jahren war ich nochmal zur Schulung in Bad Mergentheim im Diabeteskrankenhaus. Quasi mein Hogwarts! Damals gab es eine Studie zur Unterstützung durch Familie und Freunde bei der Diabetestherapie und wie das diabetesbedingten Depressionen vorbeugen kann. Dadurch wurde mir bewusst, dass mich meine Familie schon immer unterstützt hat. Meine Freunde waren zum Teil sehr unterstützend, zum Teil desinteressiert (ob das jetzt wirkliche Freunde waren, sei dahingestellt…).  Heute habe ich verstanden, dass meine Familie sehr viele Zaubersprüche kennt und versteht – meine Freunde hingegen nicht und sie im Gegensatz zu meiner Familie auch in dieser Form nicht kennen müssen. Aber ich kann ihnen versuchen, meine Krankheit mit Zauberformeln erklären, sodass sie genauer wissen, wie sich mich unterstützen können.

Fakt ist: wer sein ganzes Wissen für sich behält, nach außen hin aber nicht darüber spricht – der erhält keine Unterstützung. In jüngeren Jahren war die Unterstützung für mich eher etwas wie „mach mir mal den Traubenzucker auf“; heute brauche ich mehr die seelische Unterstützung – und dazu muss man mehr sagen als nur „Ich habe Diabetes, das ist eine Krankheit, die […].“ Natürlich nicht gleich jedem und nicht alles auf einmal…aber ein bisschen Zaubersprüche und Feenstaub schaden nicht 😉 Und jetzt mal ehrlich: wer freut sich nicht, ein bisschen Hogwarts in sein Leben zu bekommen und somit seinen eigenen Körper damit auch besser kennenzulernen? „Boah krass, wie gut du dich auskennst…das wusste ich noch gar nicht! Voll interessant!“ So bleibt auch meine eigene Motivation höher, mich weiterhin zu informieren, up-to-date zu sein und meine eigene Diabetestherapie imer wieder zu optimieren.

Liebe Muggel-Freunde, ihr seid spitze! Liebe Hogwartsschüler…diabrofist!

Diabrofist-Erkennungszeichen für Mensch mit Diabetes

DBW15 Dienstag – Zukunftsmusik

Das heutige Thema der Diabetes-Blogwoche ist Zukunftsmusik – Diabetes im Jahr 2025.


diabetes-blog-woche

Rückblick und jetziger Stand
Als vor mehr als zwanzig Jahren mein Diabetes diagnostiziert wurde, hieß es „In ein paar Jahren alles gar kein Problem mehr, da können Sie ohne pieksen Blutzucker testen“. Diese und andere Heilungsgeschichten haben mich seitdem stets begleitet. Trotzdem hat sich in den ganzen Jahren einiges zum guten entwickelt: von der CT (konventionellen Therapie nach festgelegten Essenszeiten und abgezähltem Essen ohne das Hungergefühl einzubeziehen) hin zur ICT (intensivierte konventionelle Therapie, die ein flexibleres Leben möglich macht) und natürlich meine geliebte Insulinpumpe. Durch die Insulinpumpe kann ein gut geschulter Diabetiker die Bauchspeicheldrüse eines stoffwechselgesunden Menschen nachahmen. Die Betonung liegt auf gut geschult, denn eine Insulinpumpe erleichtert nicht per se das Leben – sie liefert mehrere Schrauben, um an der Therapie zu feilen. Schrauben bringen aber nur etwas, wenn man auch über diverse Schraubenzieher verfügt. Nur die Pumpe alleine wird keine bessere Therapie ermöglichen. Zuletzt dann die Entwicklung von CGM und FGM, zwei verschiedene Systeme, die den Gewebezucker überprüfen und es so ermöglichen, eine Art „Video“ des Zuckerverlaufs zu sehen. Beim normalen Blutzuckertest erhält man nur eine Momentaufnahme, eine Fotografie, die keinen Aufschluss darüber gibt, ob der Blutzucker gerade am steigen oder am sinken ist.

Im Jahr 2025 wünsche ich mir, dass eine richtige Blutzuckermessung ähnlich dem CGM möglich ist. Realistisch wünsche ich mir aber ein richtiges closed-loop-system, das mir eine weitgehend technische Heilung ermöglichen sollte. Ein closed-loop-system ist ein System, welches durch Zusammenarbeit eines Zuckersensors sowie einer Insulinpumpe die Vorgänge der Bauchspeicheldrüse nachahmt. Konkret heißt das: die Zufuhr des Insulins wird auf den Blutzuckerverlauf automatisch angepasst. Da laut meinem jetzigen Stand dazu noch sehr sehr schnellwirksame Insuline fehlen, bin ich gespannt, was sich in den nächsten zehn Jahren so tut. Zu meinem dann dreißigjährigen Diabetesjubiläum könnte sich doch auch schon 2024 etwas ändern?

Vor allem wünsche ich mir eine Kostenübernahme der Krankenkassen für die jeweils beste Therapiemöglichkeit der (Diabetes-)Patienten, denn Vorsorge ist günstiger als Nachsorge… 😉

Review: Cleo-Katheter mit integrierter Setzhilfe im Test

Während der Vorbereitungen zu meiner anstehenden Reise habe ich auch einen für mich neuen Katheter, den Cleo-Katheter, getestet. Das besondere an diesem Katheter ist die integrierte Setzhilfe und die verschiedenen „Ankoppel-Positionen“ des Schlauchs an das eigentliche Katheterstück.  (Leider habe ich vergessen, Bilder zu machen, hier ist ein Link zu dem Cleo-Katheter-Bild aus dem Internet.)

Zuerst war ich begeistert: ein kleines, durchsichtiges Pflaster, sehr unauffällig, das auch schwitzen, duschen und schwimmen übersteht. Die Setzhilfe ist leicht zu bedienen, das ganze Set ist kompakt und besser zu verpacken als meine üblichen Accu-Chek Flex Link.

Doch schon nach kurzer Anwendungszeit zeigten sich die ersten Schwierigkeiten: Wenn die Setzhilfe entfernt werden soll, besteht keine Möglichkeit, das transparente Pflaster festzuhalten – einmal ist es mir direkt mit rausgegangen. Glücklicherweise hatte ich noch Ersatz dabei.

Des weiteren habe ich nach zwei Tagen oft einen Verstopfungsalarm (Spirit Combo: E4) erhalten. Zusätzlich habe ich trotz Teflonnadel nach nur zwei bis drei Tagen Spritzstellen mit Verhärtungen entwickelt, die ich sonst nur von Stahlnadeln kenne.

 

Mein persönliches Fazit: für meinen Trip nicht geeignet. Ich habe sie getestet, um Gewicht einzusparen – die einzelnen Katheter mit integrierter Setzhilfe sind insgesamt aber dann schwerer als meine gewohnten Katheter mit Setzhilfe. Die Anwendungsprobleme sprechen in meinem Fall auch eine deutliche Sprache: Sie sind mal ganz nett, wenn der Schlauch öfter die Position durch verschiedene Tragemöglichkeiten der Pumpe wechseln soll. Als dauerhaften Katheter für mich nicht geeignet, da auch die Spritzstellen zu stark sind. Deshalb werde ich während der Reise und auch in Zukunft bei meinem Accu-Chek Flex Link Katheter bleiben.

Im Oktober melde ich mich zurück, bis dahin lege ich meine Putzlappen zur Seite! Herzliche Grüße, beate_putzt